Anklage gegen skrupellosen Wiederholungstäter

Sex-Täter (17) soll Mädchen (15) vergewaltigt, Cousins zum Missbrauch angestiftet und Tat gefilmt haben

Löbau - Ab kommenden Dienstag beginnt am Görlitzer Landgericht der Prozess gegen einen 17-Jährigen. Dieser soll am 1. Weihnachtsfeiertag ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Zudem soll er seine Cousins dazu angestiftet haben, das mutmaßliche Opfer ebenfalls zu missbrauchen. Die schrecklichen Taten wurden offenbar auch gefilmt. Es soll nicht die erste abscheuliche Tat des Jugendlichen gewesen sein.

Wie erst jetzt bekannt wurde, wirft die Staatsanwaltschaft dem 17-jährigen mehrere Vergewaltigungen und Gruppen-Vergewaltigung vor. Laut Informationen von bild.de handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen in Deutschland geborenen Türken, er sitzt seit Februar 2020 in U-Haft.

Gerichtssprecher Jörg Küsgen erklärte: „Der Jugendliche soll laut Anklage am 25. Dezember 2019 in der Nähe des König-Albert-Bads in Löbau an einer 15-Jährigen trotz ihres klaren entgegenstehenden Willens den Geschlechtsverkehr vollzogen haben.“

Küsgen fügte hinzu, dass der junge Mann anschließend drei seiner Cousins herbeigeholt habe, welche „unter Ausnutzung der zahlenmäßigen Überlegenheit“ das Mädchen ebenfalls vergewaltigt haben sollen. Der traurige Höhepunkt: „Die Handlungen seien gefilmt worden.“

Wiederholungstäter soll Opfer zum Oralsex gezwungen haben

Bei dem mutmaßlichen Vergewaltiger soll es sich um einen Wiederholungstäter handeln. Wie bild.de weiter berichtet, soll der 17-Jährige laut Anklageschrift im Zeitraum 2018/2019 ein 13-jähriges Kind vergewaltigt und ein weiteres Opfer (14) unter Androhung von Schlägen zum Oralsex gezwungen haben.

Für das Verfahren wurde die Öffentlichkeit zum Schutz des jugendlichen Täters ausgeschlossen. Bei einer Verurteilung drohen dem Jugendlichen maximal zehn Jahre Haft.

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