Tragischer Vorfall am Malkwitzer See

Frau (22) aus Oberbayern will Wildcamper vor Flammen retten und wird durch Stromleitung getötet

Ein völlig ausgebranntes Wohnmobil am Malkwitzer See
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Verbranntes Wohnmobil

Hohen Wangelin - Ein selbstloser Rettungsversuch endete für eine 22-jährige Oberbayerin tödlich. Das dramatische Unglück spielte sich am Montagabend, 10. August, am Malkwitzer See in Mecklenburg-Vorprommern (Mecklenburgische Seenplatte) ab.

Nahe des besagten Sees hatte ein 47-jähriger Camper sein Wohnmobil unerlaubterweise unter einer Hochspannungsleitung abgestellt. Laut Polizei handelte es sich um einen „nicht ausgewiesenen Campingplatz“. Gegen 22.50 Uhr fing der Wohnwagen dann plötzlich aus noch nicht geklärter Ursache Feuer. Innerhalb kürzester Zeit stand das gesamte Fahrzeug in Flammen.

Malkwitzer See: Frau (22) stirbt bei Löschversuch

Drei Urlauber aus Oberbayern (Landkreis Weilheim-Schongau) bemerkten dies und eilten dem Camper sofort zur Hilfe. Die Frau (22) und die beiden Männer (17/19) versuchten gerade das Wohnmobil zu löschen, als „durch die starke Hitzeentwicklung die Hochspannungsleitung riss und auf das Wohnmobil fiel". Die junge Frau wurde ebenfalls getroffen und tödlich verletzt.

Bei dem Versuch ihre Begleitung zu retten und medizinische Hilfe zu leisten, wurden auch die beiden jungen Männer verletzt - sie kamen in eine Klinik. Die 22-Jährige verstarb, trotz sofort eingeleiteter Erster Hilfe, noch am Unglücksort. Der 47-jährige deutsche Campingwagen-Besitzer aus Baden-Württemberg wurde bei dem Löschversuch ebenfalls leicht verletzt, konnte sich aber retten.

Polizei geht von tragischem Unglück aus

Was das Feuer in dem Wohnmobil ausgelöst hat und weitere Details des Vorfalls waren zunächst unklar - Fremdeinwirkung schließt die Polizei derzeit allerdings aus. Der Sachschaden wurde auf 15 000 Euro geschätzt. Ein Todesermittlungsverfahren wurde, wie üblich, eingeleitet.

mz/dpa/Polizei Neubrandenburg

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