Feuerwehr mit schweren Vorwürfen

„Menschenunwürdig“: Frau stirbt bei Autounfall – Gaffer mit dreister Aktion

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Ein Sichtschutz musste an der Unfallstelle aufgebaut werden (Symbolbild).

Eine Frau ist am Montagabend bei einem Unfall in Mönchengladbach ums Leben gekommen. Vor Ort waren auch Gaffer, die die Arbeit der Rettungskräfte behinderten.

Mönchengladbach - Als sogar „menschenunwürdig“ beschreiben Feuerwehrleute aus Mönchengladbach das Verhalten einiger Schaulustiger, die am Montagabend die Reanimationsversuche an einer Frau bei einem schweren Verkehrsunfall behinderten.

Mönchengladbach: Frau kracht mit Auto gegen Ampelmast und stirbt

Wie die Feuerwehr Mönchengladbach berichtet, kam es am Montag gegen 22.45 Uhr zu einem Unfall an einer Kreuzung im Mönchengladbacher Viertel Mülfort. Eine 56-jährige Frau hatte die Kontrolle über ihr Auto verloren, nachdem sie einen medizinischen Notfall erlitten hatte. Daraufhin war sie gegen einen Ampelmast auf einer Verkehrsinsel geprallt.

Die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten zwar die Frau aus Bergheim aus dem Wrack ihres Fahrzeugs befreien, sie wurde bei dem Zusammenprall allerdings derart schwer verletzt, dass jeder Reanimationsversuch der anwesenden Sanitäter scheiterte. Die Fahrerin starb noch am Unfallort.

Nach tödlichem Unfall - Feuerwehr klagt: Schaulustige „gafften menschenunwürdig“ 

Doch weitere dramatische Szenen boten sich an der Unfallstelle. Wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung von Dienstag schreibt, befanden sich an der Kreuzung auch Schaulustige, die „menschenunwürdig auf die zu reanimierende Frau gafften“, sodass ein Sichtschutz durch die Feuerwehr aufgebaut werden musste. Es ist nicht das erste Mal, dass Gaffer die Arbeit der Rettungskräfte behindern. 

In den letzten Wochen kam es in ganz Deutschland zu mehreren ähnlichen - und unverschämten - Fällen: Auf der A1 hatten Gaffer versucht, mit unglaublichen Aktionen mehr von dem Geschehenen zu sehen. Einem anwesenden Radio-Moderator platzte daraufhin der Kragen und er ließ seiner Wut im Netz freien Lauf. Für Aufsehen hatte auch der Fall eines Polizisten in Bayern gesorgt, der einen LKW-Fahrer zur Rede stellte, als er versucht hatte, einen Unfalltoten mit seinem Handy zu filmen. 

fm

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