Verfassungsschutz ist alarmiert

Nicht ihre erste Provokation: Rechtsextremistische Gruppierung dringt in Flüchtlingsunterkunft ein

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Die rechtsextremistische Gruppierung „Wodans Erben“ ist - wie jetzt bekannt wurde - Anfang Februar in eine Flüchtlingsunterkunft in München-Moosach eingedrungen.

Abscheulicher Vorfall in München: Die rechtsextremistische Gruppierung „Wodans Erben“ ist in eine Flüchtlingsunterkunft eingedrungen. Es ist nicht ihre erste Aktion.

München - Der Fackelmarsch von Neonazis Ende Februar auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände hatte aufgewühlt. Auf der Zeppelintribüne, auf der einst Adolf Hitler Reden hielt, posierten Rechtsextremisten, die sich „Wodans Erben“ nennen, und marschierten mit brennenden Fackeln über das Gelände. Begonnen hatten sie den Marsch vor einer Nürnberger Flüchtlingsunterkunft. Wie nun die Süddeutsche Zeitung ausführlich berichtet, war das nicht die einzige Aktion der Gruppe. 

Einbruch in Flüchtlingsunterkunft in München: Probe für Fackelmarsch in Nürnberg

Dem Bericht zufolge drangen 15 der aus etwa 20 Personen bestehenden Gruppierung bereits Anfang Februar in eine Asylbewerberunterkunft in München-Moosach ein. Darunter Münchner Pegida-Aktivisten, Mitglieder der NPD und des rechten Flügels der „Gelbwesten“. An den Märschen beteiligt sein soll auch die Münchner Kreisvorsitzende der NPD, Renate Werlberger. Die Aktion soll als Probe für den Fackelmarsch in Nürnberg gedient haben. Dabei seien zwölf Männer und drei Frauen geschlossen in die Flüchtlingsunterkunft in Moosach an der Franz-Mader-Straße einmarschiert. 

Rechtsextremisten „Wodans Erben“ werden vom Verfassungsschutz beobachtet

Doch worum geht es den Mitgliedern? Laut Süddeutscher Zeitung wolle die Gruppe Angst verbreiten und huldige offen dem Nationalsozialismus. Dabei deklariere sie sich als eine Art Bürgerwehr. Auf ihrer Facebook-Seite zeigen die Rechtsextremisten sogar ein Gruppenfoto - gepostet am 9. Februar, dem Tag, als die Neonazis in die Flüchtlingsunterkunft eindrangen. Auch Gewalt verherrlichende Bilder und Sprüche sind zu lesen. Zudem hält die Gruppe laut Süddeutscher Zeitung ihre Aktionen stets per Video fest. 

Wie es in dem Bericht weiter heißt, werde die Gruppe bereits vom Verfassungsschutz beobachtet. Denn der halte sie für gewaltaffin. In den vergangenen sechs Wochen habe es neben dem Fackelmarsch in Nürnberg und dem Einbruch in die Münchner Flüchtlingsunterkunft drei weitere Aktionen gegeben. 

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München: Polizei stoppt sechs Mitglieder von „Wodans Erben“ in der Tram 

Erst am Samstag habe die Gruppe die Odinstatue in einem Wald hinter dem Klinikum Bogenhausen besucht. Polizeibeamte hätten sechs beteiligte Personen später in einer Tram gestoppt, ihre Personalien aufgenommen und sie angezeigt. Auch für das Eindringen in die Münchner Flüchtlingsunterkunft hat es mittlerweile eine Anzeige gegeben. Die Regierung von Oberbayern wolle sich das nicht länger tatenlos ansehen und verurteile die Aktionen „aufs Schärfste“, heißt es.

Wie am Donnerstag bekannt wurde, werden derzeit außerdem Politiker und Prominente, unter anderem Helene Fischer, von Rechtsextremen bedroht: Helene Fischer von Neonazis bedroht - über 100 Drohmails gegen Promis und Politiker.

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Zur Problematik Rechtsextremismus zählen auch Teile der Reichsbürger-Bewegung: Immer mehr Reichsbürger - Opposition warnt vor „hochbewaffneter Bewegung“ 

cz

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