"virtuelles Netzwerk potentieller Massenmörder?"

ARD-Magazin deckt brisante Infos auf: Muss der OEZ-Amoklauf neu bewertet werden?

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Am 22. Juli 2016 tötete David S. am OEZ in München neun Menschen. 
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München - Das ARD-Magazin "Fakt" hat neue brisante Informationen zum OEZ-Amoklauf in München enthüllt. Nun wird spekuliert, ob der Fall nicht neu bewertet werden muss. 

Im Dezember 2017 verübte ein Online-Chatpartner des Münchner Attentäters vom Olympiaeinkaufszentrum an der Aztec High School in den USA eine schrecklich Bluttat. Damals mussten drei Menschen sterben, berichtet unser Partnerportal tz.de. Bereits mehrere Monate zuvor sollen Ermittlungen der Deutschen Behörden ergeben haben, dass der Täter regelmäßig mit den OEZ-Attentäter in Kontakt stand. Das zumindest behauptet das ARD-Magazin "FAKT".

Am 22. Juli 2016 hielt ganz München den Atem an. In der bayerischen Landeshauptstadt kam es damals in der Nähe des vielbesuchten Einkaufszentrums zu einem schrecklichen Amoklauf. Der Täter David S. schoss mit einer Pistole wahllos um sich und wurde später nach der Verfolgung durch die Polizei tot aufgefunden. Insgesamt neun Menschen kamen bei dieser brutalen Tat ums Leben. 

Chatgruppe mit potentiellen Attentäter

Kurz nach dem Münchner Attentat gab ein Zeuge der deutschen Polizei konkrete Hinweise auf Chatgruppen, in denen sich S. mit anderen potentiellen Attentätern ausgetauscht hatte und von denen noch immer eine potentielle Gefahr ausging.

Wie tz.de berichtet, wurden in der Folge in Baden-Württemberg zwei Jugendliche verhaftet. In deren Wohnungen wurden Schusswaffen und Sprengstoff gefunden. Beide verfolgten offensichtlich konkrete Anschlagspläne. 

In der Chatgruppe soll auch der Schulattentäter aus Aztec, William A., aktiv gewesen sein. Die zwei verhafteten Jugendlichen sollen erst durch William A. mit David S. in Kontakt gekommen sein. Wie Recherchen des ARD-Magazins "FAKT" belegen, lagen der Polizei zu A. laut Ermittlungsakten noch weitere Hinweise vor. 

Florian Hartleb, der Gutachter der Stadt München für den Anschlag am OEZ, betonte nun, dass der Anschlag aufgrund der neuen Erkenntnisse neu bewertet werden müsse: "Wir müssen den Fall von David S. als internationales Phänomen betrachten und wir müssen nun schauen, ob es sich hier nicht um ein virtuelles Netzwerk potentieller Massenmörder handelt." 

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