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Mit Video: Verstörende Szenen in Berlin

Nach Massenschlägerei in Freibad: Polizei hat radikale Forderung

Berlin – Es waren verstörende Szenen, die sich am Sonntagnachmittag (19. Juni) im Sommerbad am Insulaner in Berlin-Steglitz abgespielt hatten. Das Ganze gipfelte letztlich in einer Massenschlägerei, an der sich über 100 Personen beteiligten.

Nach der Eskalation des Streits, der mit dem gegenseitigen Bespritzen mit Wasserpistolen begonnen hatte, hat Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, nun eine radikale Forderung geäußert. Er sagte, es sei „Aufgabe des Veranstalters, Personenkontrollen vorzunehmen und auch zu steuern und notfalls zu begrenzen“. Wendt weiter: „Jeder Diskotheken-Besitzer, der einen ordentlichen Türsteher hat, kann dafür sorgen, dass solches Klientel nicht reingelassen wird. Da kann nicht immer die Polizei kommen.“

Die Polizei sei, so der Gewerkschafts-Boss weiter, „eine Strafverfolgungsbehörde und kein Bademeister-Club. Wir können nicht in allen Schwimmbädern mit Hundertschaften präsent sein“. Heißt im Klartext: Wendt fordert Einlasskontrollen für Schwimmbäder – analog wie in Clubs und Diskotheken bereits üblich. Zudem kritisierte Wendt auch die Politik scharf. Dort werde die Debatte um die Täter-Klientel gescheut. Es seien „junge Männer, nicht alle, aber die meisten mit einem Migrationshintergrund, die ganz offensichtlich diesen öffentlichen Raum für sich beanspruchen“, so Wendt.

Die Polizei musste am Sonntag mit 13 Streifenwagen und Teilen einer Einsatzhundertschaft im Berliner Südwesten ausrücken, um die Lage zu beruhigen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollen sich in dem Freibad im Stadtteil Steglitz gegen 16.25 Uhr zwei Gruppen aus vier und zehn Personen mit Wasserpistolen bespritzt haben. Dann entbrannte ein Streit und Teilnehmer griffen sich auch körperlich an.

Als Wachleute, die in Berlin in den meisten Bädern üblich sind, eingriffen, eskalierte die Situation. Schließlich beteiligten sich rund hundert Menschen an der Schlägerei. Die Beamten konnten vier Verdächtige im Alter zwischen 15 und 23 Jahren ermitteln. Gegen sie läuft nun ein Verfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Einer von ihnen soll auch auf einen Wachmann eingeschlagen haben.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook