Fahndung nach Einbruch in Nordrhein-Westfalen

Mit Kernbohrer: Unbekannte brechen in Zollamt ein und erbeuten 6,5 Millionen Euro

Der Verdächtige wurde beobachtet wie er mutmaßlich Schmiere stand während seine Kollegen in das Hauptzollamt einbrachen
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Der Verdächtige wurde beobachtet wie er mutmaßlich Schmiere stand während seine Kollegen in das Hauptzollamt einbrachen

Nordrhein-Westfalen - Mit einer minutiös geplanten Aktion haben es Unbekannte geschafft beim Hauptzollamt in Emmerich am Rhein einzubrechen und 6,5 Millionen Euro zu erbeuten. Die Polizei fahndet nun nach den Einbrechern.

Wie das Polizeipräsidium Krefeld mitteilte, wurde der Einbruch professionell geplant und durchgeführt. Drei bislang unbekannte Täter nutzten einen Kernbohrer, um vom Keller des Gebäudes über einen Nebenraum in den Tresorraum zu gelangen. Aus diesem wurden dann ungefähr 6,5 Millionen Euro in bar gestohlen.

Laut Zeugen waren am 1. November gegen 6 Uhr Bohrgeräusche zu hören. Gegen 10.45 Uhr bemerkten sie, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude am Parkring 6 mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Schiebetür, an der Beifahrerseite, zu beladen. Dieser Transporter mit Klever Kennzeichen entfernte sich daraufhin.

Von einem weiteren Zeugen wurde mitgeteilt, dass jemand vor dem Hauptzollamt auffällig auf und ab lief. Da das dem Zeugen verdächtig schien fotografierte er diese Person, welche nun auch als Tatverdächtiger gilt. Später stieg dieser in ein Auto und ist offenbar in dieselbe Richtung wie der weiße Transporter gefahren. Auch nach diesem Mann wird gefahndet.

Die Zollverwaltung hat für Hinweise, die zur Feststellung, Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter und/oder zur Wiedererlangung der entwendeten Gelder führen, eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt.

mda mit Material der Polizei Krefeld

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