IG Metall sieht Pandemie als Vorwand

Nutzen Daimler und Co. die Corona-Krise für Lohndumping?

Ein Mitarbeiter von Mercedes-Benz befestigt im Werk „Factory 56“ ein Mercedes Stern an einer S-Klasse.
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Noch immer sind 70.000 Mitarbeiter bei Daimler in Kurzarbeit, die Prämien wurden gestrichen

Roman Zitzelsberger von der IG Metall Baden-Württemberg kritisiert die Autobranche im Südwesten. Er glaubt: Die Firmen nutzen die Pandemie aus, um Angestellten die Gehälter zu kürzen.

Stuttgart - Der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger wirft Daimler und anderen Firmen aus der Automobil- und Metallbranche im Südwesten vor, die Pandemie für Lohn-Dumping zu missbrauchen. Das könne so nicht weitergehen, meint der IG-Metall-Bezirksleiter in einem Interview mit dem SWR: „Das macht mich, um es mal auf den Punkt zu bringen, fuchsteufelswild, weil natürlich die Beschäftigten den Eindruck haben - und der deckt sich mit dem bei mir - dass Südwestmetall, die Arbeitgeberseite, offensichtlich versucht, die Pandemie dazu zu nutzen, den Beschäftigten in die Tasche zu greifen.“

Wie BW24* berichtet, wirft IG Metall Daimler & Co. vor, Corona-Krise für Lohndumping zu missbrauchen.

Daimler AG: Geschichte, Standorte und Vorstand des Automobilkonzerns aus Stuttgart (BW24* berichtete). *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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