Großeinsatz in Oberhausen

Geburtstagsparty mit angeblich „120 Gästen“ eskaliert: Feiernde gehen auf Polizisten los

Die Geburtstagsparty eines 39-Jährigen sorgte am Sonntagnachmittag für einen Großeinsatz der Polizei. Als die Beamten die Feierlichkeit wegen Missachtung aller Vorgaben der Corona-Schutzverordnung auflösen wollten, eskalierte die Situation.

Oberhausen - Anwohner der Mühlheimer Straße meldeten der Polizei am Sonntagnachmittag, 8. März, dass in einer Nachbarwohnung eine lautstarke Party gefeiert werde. Am Ort des Geschehens eingetroffen, nahmen die Beamten „eine massiven Ruhestörung durch laute orientalisch anmutende Musik“ fest, wie das Polizeipräsidium Oberhausen in einer Pressemeldung mitteilt.

Als die Polizisten bei dem 39-jährigen Veranstalter klingelten, gab dieser „unumwunden zu, mit etwa 120 Gästen seinen Geburtstag zu feiern“. Der Aufforderung, sich auszuweisen oder Angaben zu seinen Gästen zu machen, kam er nach Angaben der Polizei nicht nach. Stattdessen habe er den Polizisten gedroht und die Wohnungstür zugeschlagen.

Veranstalter filmt und bedroht Polizisten

Da sich nach Schätzungen der Polizisten tatsächlich etwa 30 Personen unter eindeutiger Missachtung aller Vorgaben der Corona-Schutzverordnung in der Wohnung feierten, forderten sie andere Polizeiteams an, um die Feier aufzulösen und die Personalien der Anwesenden festzustellen.

Noch während der Einsatzvorbereitung habe der 39-Jährige dann allerdings wieder die Tür geöffnet und die Polizisten erneut bedroht. Dabei soll er sie mit einem Handy gefilmt haben. Nachdem er sich offenbar „weiterhin nicht ausweisen wollte, das Filmen nicht einstellte und auch noch körperlich auf die Polizisten losgehen wollte, wurde er von den Beamten überwältigt, als er seine Hände hob und einen Schlag ausführen wollte“.

Gäste gehen auf Beamte los

Diese Aktion missfiel weiteren anwesenden Gästen und die Situation eskalierte. „Insbesondere zwei Verwandte (17 / 20) wollten die Maßnahmen der Polizisten massiv stören und griffen sie mit Schlägen und Tritten an. Mit einfacher körperlicher Gewalt und dem Einsatz von Pfefferspray wurden die Angreifer schnell überwältigt und vorläufig festgenommen. Die drei Angreifer wurden ins Polizeigewahrsam transportiert, wo ihnen auch Blutproben entnommen wurden“, so die Polizei.

Für die Widerstandshandlungen und alle weiteren begangenen Straftaten und Verstöße werden sie sich gemeinsam verantworten müssen. Von allen anderen Anwesenden wurden die Personalien festgestellt und Anzeigen wegen Verstöße gegen die Corona Schutzverordnung vorgelegt.

mz

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