Albtraum im Circus Krone in Osnabrück

3,5 Tonnen-Zirkus-Elefant Mala stürzt auf Zuschauer - Panik bricht aus

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Osnabrück - Ein Albtraum für viele Zuschauer wurde bei der Premierenvorstellung des Circus Krone am Mittwoch wahr. Bei einem Showact mit wilden Tieren passierte es: Elefantenkuh Mala stürzte in den Logenbereich. 

Durch den Sturz des dreieinhalb tonnenschweren Tieres wurde ein Zuschauer leicht verletzt. Laut Frank Keller, Tierschutzbeauftragter beim Circus Krone sei der Mann von Sanitätern vor Ort kurz behandelt worden und habe die Show dann weiterverfolgt. Neben dem Mann wurde zudem eine Artistin leicht verletzt. Die Show wurde fortgesetzt, obwohl nach dem Vorfall Panik ausgebrochen war und alle Zuschauer evakuiert werden mussten. 

Dabei hätte die ganze Sache noch viel schlimmer enden können. Denn: Mala ist zwar in den Zuschauerbereich gestürzt, beziehungsweise an dessen Rand. Die Logen haben sich beim Sturz allerdings wohl ein Stück verschoben, so dass der Elefant nicht auf einem Zuschauer zu liegen kam, berichtet unser Partnerportal tz.de.

Frank Keller erklärte, dass Mala von einem anderen Tier geschubst worden sei. Nach Einschätzung von Jana Lacey-Krone, Chefin des Circus, war der Hintergrund der Szene womöglich die Tatsache, dass vor rund einem halben Jahr die Elefantenkuh Delhi gestoben ist – „jetzt muss sich die Gruppe neu sortieren.“ Frank Keller resümierte: "Es war ein Unfall, das passiert leider auch im Zirkus".

Jana Lacey-Krone: „Was da passiert ist, tut uns wahnsinnig leid“

In den nächsten Wochen will der Circus immer nur einen Elefanten in die Manege schicken, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden. Lacy Krone betonte nochmals: „Was da passiert ist, tut uns wahnsinnig leid“ und sie seien sich ihrer Verantwortung gegenüber den Tieren und Zuschauern durchaus bewusst. 

Durch diesen Vorfall sehen sich Tierschutzorganisationen einmal mehr bestätigt, dass wilde Tiere im Zircus nichts zu suchen haben. So sagt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Die Politik hat neben dem Tierschutzaspekt bisher die mögliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht ausreichend berücksichtigt. Das muss sich dringend ändern!“

mz/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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