Masche schon zwei Mal angewendet

Polizei warnt vor Krankenhaus-Betrüger! Wenn er auftaucht, sofort heimlich Notruf wählen

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Der Betrüger hat bereits in zwei Krankenhäusern Erfolg mit seiner Masche gehabt. (Symbolbild.)

Der Mann täuschte einen Unfall vor. Doch Verletzungen waren nicht der Grund für seinen Klinikaufenthalt.

Wertheim/Heilbronn - Die Heilbronner Polizei warnt aktuell alle Krankenhäuser vor einem Betrüger, der sich mit einer raffinierten Masche gleich mehrfach in einer Klinik in Wertheim bereichert hat. Verletzungen nach einem angeblichen Unfall waren wohl jedenfalls nicht der Grund für seinen Patienten-Aufenthalt.

Heilbronn: Polizei warnt vor Krankenhaus-Betrüger

Der Mann hatte laut echo24.de* angegeben, mit dem Fahrrad gestürzt zu sein. Daraufhin ließ er sich unter falschem Namen stationär in der Klinik in Wertheim aufnehmen.

Hier ließ er es sich mit den falschen Personalien gutgehen: kostenlose Unterkunft, Verpflegung - und obendrein die Behandlung der Ärzte natürlich inklusive.

Heilbronn: Betrüger bestahl nicht nur Klinik in Wertheim

Doch das reichte dem Betrüger offenbar noch nicht. Als er am Montag das Krankenhaus verließ, ließ der Unbekannte auch noch Laptop und Geldbeutel seines Zimmernachbarn mitgehen.

Wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben, war der Mann mit der gleichen Masche in den Tagen zuvor bereits schon einmal "erfolgreich": in einer Klinik in Aschaffenburg.

Polizei Heilbronn warnt vor Betrüger: Krankenhäuser sollen Notruf wählen

Die Polizei schließt deshalb nicht aus, dass der Betrüger sich weiterhin auf diese Weise Unterkunft und Verpflegung sichern will und warnt deshalb alle Krankenhäuser vor dem angeblich verunfallten Mann.

Wenn der Mann in einem Krankenhaus auftaucht, sollte ohne sein Wissen umgehend die Polizei alarmiert werden. Dies sei auch über den Notruf 110 empfohlen und möglich.

Beschrieben wird der Täter wie folgt: Der Mann ist etwa 40 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß und hat schulterlange, dunkelblonde, etwas schüttere Haare. Er ist übergewichtig und wirkt ungepflegt. Er sprach deutsch ohne erkennbaren Dialekt und ist vermutlich Deutscher.

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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