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Clip von Festnahme kursiert im Netz

Rassismus bei der Polizei Berlin? „Das ist mein Land, und Du bist hier Gast“ - Video wirft Fragen auf

Polizist am Kottbusser Tor
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Ein Polizist steht während einer Pressekonferenz vor der geplanten neuen Polizeiwache.

Skandal bei der Berliner Polizei: Gegen einen Beamten ermittelt jetzt der Staatsschutz. Ein Video soll Auszüge des Vorfalls zeigen.

Berlin – Auf dem Clip, der derzeit in den sozialen Medien kursiert, ist zu sehen, wie ein offensichtlich von der Polizei mit Handschellen gefesselter Mann auf einem Bett sitzt. Um ihn herum stehen Beamte der Berliner Polizei, die Stimmung ist angespannt.

Berliner Polizist: „Das ist mein Land und du bist hier Gast“

Auch die Frau des Festgenommenen ist mit in dem Zimmer. Es entwickelt sich ein hitziges Streitgespräch. Die Frau ist sichtlich aufgebracht. Einer der Polizisten fordert die Frau auf, den Raum zu verlassen. Sie antwortet: „Das ist mein Haus.“ Dann fällt der Satz, der dem Beamten eine Menge Ärger einbringen wird. Der Polizist sagt: „Das ist mein Land und du bist hier Gast.“

Der Mann, der immer noch auf dem Bett sitzt, erwidert: „Das ist mein Haus, das ist nicht dein Land.“

Polizist wird aggressiv

Das Video wird daraufhin unterbrochen. Danach ist wieder die Frau zu hören, die dem Polizisten vorwirft, ihren Mann geschlagen zu haben. Dieser antwortet, dass man ihn lediglich zu Boden gebracht habe. Sichtlich aggressiv fügt er an: „Halt die Fresse, fass mich nicht noch einmal an!“ Der Mann fordert, seine Frau in Ruhe zu lassen. Aber der Polizist ist nicht mehr zu bändigen. Weiter sagt er: „Deine Frau hat nicht so mit mir zu sprechen. Du bist hier in unserem Land, nach unseren Gesetzen habt ihr euch zu verhalten!“

Der Frau droht er noch: „Ich bringe dich ins Gefängnis!“ Dann endet der Clip. Die Polizei Berlin gab in einer Mitteilung zu dem Vorfall bekannt, dass in dieser Sache der Staatsschutz eingeschaltet worden sei.

Polizei Berlin schildert Einsatz

Sie schildert den Einsatz wie folgt: „Bisherigen Erkenntnissen zufolge suchten Einsatzkräfte der Polizei Berlin in den frühen Morgenstunden des 9. Septembers 2022 für eine Gefährderansprache eine Frau in ihrer Wohnung auf. Gegen ihren 30-jährigen, ebenso in der Wohnung gemeldeten Mann bestand zudem ein Haftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen, der ebenfalls vollstreckt werden sollte. Im Zuge seiner Verhaftung soll er Widerstand geleistet haben, weshalb er zu Boden gebracht wurde. Ihm wurden Handfesseln angelegt.“

Die 28-jährige Ehefrau habe daraufhin versucht, den Verhafteten zu befreien. Dies sei durch die Polizisten verhindert worden. „Mit Beruhigung der Situation konnte die Gefährderansprache durchgeführt und der bestehende Haftbefehl durch Zahlung des offenen Geldbetrags in Höhe von 750 Euro erledigt werden. Die Einsatzkräfte verließen anschließend die Wohnung und leiteten Ermittlungsverfahren wegen Widerstands, tätlichen Angriffs und versuchter Gefangenenbefreiung ein.“

So weit der Einsatzbericht. Wie die Polizei weiter ausführt, sei das Ehepaar im weiteren Verlauf des Tages bei einer Station der Berliner Polizei aufgetaucht und habe Anzeige wegen Körperverletzung im Amt erstattet, da der Mann während seiner Festnahme am Arm leicht verletzt worden sei. Weiter beschuldigte der Mann, dass seine Frau von einem Polizisten fremdenfeindlich beleidigt worden sei. Er zeigte das Video des Vorfalls. „Die EG Zentral des Polizeilichen Staatsschutzes wurde unmittelbar eingebunden und hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Diese dauern an“, so die Polizei

fgr

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