Tragischer Fall aus Recklinghausen

Ein einziger Joint könnte einen Obdachlosen erneut ins Gefängnis bringen - Gericht hat das letzte Wort

Für eine Kleinstmenge Marihuana droht einem Recklinghäuser Obdachlosen eine Gefängnisstrafe.
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Für eine Kleinstmenge Marihuana droht einem Recklinghäuser Obdachlosen eine Gefängnisstrafe.

Der Fall könnte tragisch enden: Ein Obdachloser aus Recklinghausen muss womöglich hinter Gitter, weil er eine Kleinstmenge Marihuana bei sich trug. Noch gibt es aber Hoffnung für den 40-Jährigen.

Kann er die Geldbuße nicht zahlen, droht einem Recklinghäuser eine weitere Gefängnisstrafe. Der Grund scheint lapidar, wie 24VEST.de* berichtet: ein einziger Joint, den der Obdachlose Peter S. aus Recklinghausen vor zwei Jahren als Häftling in der JVA Remscheid geraucht hat. 

Eine Gefängniswärterin fand den Krümel schließlich im Tabakbeutel des 40-Jährigen und meldete den Vorfall. Und anders als außerhalb der Gefängnismauern gilt bei Drogen hinter Gittern null Toleranz. 

400 Euro Geldbuße oder 40 Tage Gefängnis

Deshalb soll Peter S. jetzt eine Geldbuße von 400 Euro zahlen, für ihn ein Ding der Unmöglichkeit. Kann er diese nicht aufbringen, drohen ihm 40 Tage Gefängnis. Ob Peter S. tatsächlich eine weitere Gefängnisstrafe absitzen muss, wird ein Richter entscheiden.

faba

*24VEST.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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