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Tierrettung

Rehkitze sollen mit Drohnen vor grausamem Mähtod gerettet werden

Rehkitz liegt in der Wiese
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Abgelegtes, wenige Tage altes Kitz liegt in einer Wiese

Rehkitze werden bei Mäh-Einsätzen oft versehentlich getötet. Drohnen sollen zukünftig bei der Rettung helfen.

Mönchengladbach - Bei landwirtschaftlichen Einsätzen werden oft Rehkitze getötet. Freiwillige Helfer versuchen, die Tiere vor dem Mäh-Einsatz zu finden. Damit konnten zahlreiche Rehkitz-Tode verhindert werden.(*tz hat berichtet). Doch bei weitem nicht alle.

Wegen ihres Instinkts laufen Rehkitze bei Gefahr nicht weg, sondern ducken sich und bleiben im hohen Gras liegen, berichtet die dpa. „Dadurch sieht man sie erst, wenn man unmittelbar davor steht - oder wenn es zu spät ist“, sagt der Vorsitzende der Kreisjägerschaft (KJS) Mönchengladbach, Udo Robling gegenüber der dpa.

Viele Einsatzmöglichkeiten zu Rehkitz-Rettung getestet

„Bisher haben wir die Wiesen mit Hunden abgesucht und Stangen mit Flatterbändern oder Luftballons aufgestellt, damit die Muttertiere ihre Kitze aus den Wiesen holen“, so Robling. Das ist aber nicht immer erfolgreich und sehr zeitaufwendig.

Inzwischen werden immer öfter Wärmebildkameras und Drohnen bei der Suche nach Rehkitzen eingesetzt*. 22 Kreisjägerschaften aus Nordrhein-Westfalen haben für deren Anschaffung aus einem Landesförderprogramm knapp 190.000 Euro erhalten.

Zwei Rehkitz rettende Drohnen jetzt auch bei KJS Mönchengladbach im Einsatz

Die Drohnen sollen vor einem Mäh-Einsatz die Wiesen überfliegen und versteckte Rehkitze finden und retten.

Dafür hatten bisher fünf Mitglieder die Ausbildung zum Drohnenpiloten gemacht. Die *Drohnen-Luftaufnahmen werden bereits fleißig bis zum Mahd-Beginn getestet.* Kostenlose Termine können von Landwirten gebucht werden.

KJS des Rheinisch Bergischen Kreises erhofft sich viel von der Rehkitz-Rettung durch Drohnen-Einsätze

Die Kreisjägerschaften des Rheinisch Bergischen Kreises sind optimistisch. „Wir hoffen, dass das Ganze nun künftig etwas schneller und effektiver geht“, sagte Sprecher Rolf Huckriede. „Wenn ein Landwirt mähen wollte, haben wir bisher immer per Messengerdienst Freiwillige zusammengetrommelt, die die Wiese abgesucht haben.“

Die gefundenen Rehkitze werden dann vorsichtig mit Handschuhen und Grasbüscheln umfasst und in Wäschekörben vor dem sicheren Tod gerettet. * Unter dem Wäschekorb bringen die Helfer dann in sicherer Entfernung unter, bis die Gefahr vorbei ist und die Mutter ihr Kitz abholen kann.

Der Schutz und die Rettung der Rehkitze ist den Landwirten und Jägern schon lange ein wichtiges Anliegen. Es sind viele Methoden angewandt worden, aber die Drohnen-Technik gibt dem Bestreben, Rehkitze vor Mähtod zu retten* eine neue Dynamik. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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