Norddeutscher war auf Bewährung auf freiem Fuß

19-Jähriger zwingt Frau (51) zur eigenen Vergewaltigung zu fahren

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Mit diesem Phantombild suchte die Polizei den mutmaßlichen Vergewaltiger.

Schwerin/ Wismar - Ein 19-Jähriger muss sich seit Donnerstag, 2. Januar, wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung und Körperverletzung vor dem Landgericht Schwerin verantworten. Was die Staatsanwaltschaft dem jungen Mann vorwirft, ist kaum zu glauben. 

Am 5. April soll der Angeklagte gegen 21 Uhr auf dem Parkplatz des Real-Marktes in Wismar-Kritzow in das Auto einer 51-jährigen Frau gestiegen sein und sie gezwungen haben, die beiden in Richtung Rostock zu fahren. „Als er sich zu mir ins Auto setze, schlug er mir sofort ins Gesicht, dass meine Brille wegflog", erklärte die Dame am ersten Prozesstag mit zittriger Stimme. Dies berichtet bild.de

Wismar: Opfer der Vergewaltigung: "Hauptsache es ist bald zu Ende“

Wenig später auf einem abgelegenen Feldweg außerhalb von Wismar soll der Angeklagte die Frau laut Anklageschrift dann missbraucht, getreten und geschlagen haben. Das Opfer, eine 51 Jahre alte Verkäuferin, sagte als Zeugin auf Nachfrage des Vorsitzenden Richters, sie habe Angst um ihr Leben gehabt, schreibt nordkurier.de. Wegen der heftigen Schläge und Tritte habe sie sich nicht mehr gewehrt. „Ich dachte, Hauptsache es ist bald zu Ende.“

Danach habe er sie gezwungen, ihn zurück nach Wismar gefahren. Als sie gegen 22 Uhr in der Altstadt ankamen, habe der Mann ihr 30 Euro geraubt, sei ausgestiegen und geflüchtet. Nach der Öffentlichkeitsfahndung mit einem Phantombild wurde der 19-Jährige im Juli gefasst. Seine DNA-Probe stimmte mit Spuren überein, die beim Opfer gefunden wurden.

Angeklagter war auf Bewährung auf freiem Fuß

Wenige Monate vor der Tat sei der Angeklagte wegen räuberischer Erpressung zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Zum Zeitpunkt der Tat war er auf Bewährung auf freiem Fuß. Der 19-Jährige sei außerdem in einem "konfliktreichen Elternhaus" aufgewachsen, so nordkurier.de. Einen Schul- oder Ausbildungsabschluss hat er auch nicht. Zudem soll er Drogen konsumieren

Das Opfer befindet sich seit der Tat in psychotherapeutischer Behandlung. Kann nicht arbeiten. Der Prozess wird nächsten Donnerstag fortgeführt. Ende Januar soll ein Urteil fallen.

mz

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