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Selbstmordrate in Sachsen und Bayern am höchsten

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Grenzenlose Trauer bei den Hinterbliebenen: Die Selbstmordrate ist laut einer Studie in Sachsen und Bayern am höchsten.

Leipzig/München - In Teilen von Bayern und Sachsen ist die Selbstmordrate bundesweit am höchsten. Laut einer Studie liegt die Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 20,9 Suiziden pro 100.000 Einwohner an der Spitze.

Auf dem 2. Platz der traurigen Rangliste folgt der sächsische Landkreis Döbeln mit 20,2 Selsbtmorden pro 100 000 Einwohner. Die Zahlen gehen aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) in Leipzig hervor.

Insgesamt nimmt die Zahl der Selbstmorde aber in Deutschland seit Jahren ab. Wie es hieß, hat sich die Suizidrate seit 1980 mehr als halbiert. Nach den Angaben nahmen sich 2007 aber bundesweit immer noch 9.402 Menschen das Leben, was einem Anteil von 1,1 Prozent an allen Todesfällen entspricht.

Innerhalb Deutschlands gibt es deutliche regionale Unterschiede: Tendenziell ist die Suizidrate im Osten höher als im Westen - mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt, das traditionell eine sehr hohe Suizid-Sterblichkeit aufwies, heute aber das Land mit der niedrigsten Selbstmordrate (5,1) ist.

Wissenschaftlich belastbare Erklärungen dafür gebe es bislang nicht, hieß es. “Die Wahrscheinlichkeit eines Suizids hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, zum Beispiel von Geschlecht, Alter, sozialen Kontakten, Depressionen und Suchtkrankheiten“, erklärte Jürgen Schweikart von der Beuth von der Hochschule für Technik Berlin.

Besonders auffällig sei die gegenüber Frauen drei Mal höhere Selbsttötungsrate bei Männern. Zudem nehmen sich Geschiedene häufiger das Leben als Verheiratete. Festgestellt worden sei außerdem ein signifikanter Zusammenhang mit bestehender Arbeitslosigkeit, erklärte Co-Autorin Nicole Ueberschär. Insgesamt sehen die Experten, die sich unter anderem mit Fragen der Medizin-Geografie beschäftigen, aber noch weiteren Forschungsbedarf, um die räumlichen und zeitlichen Muster der Suizidhäufigkeit besser erklären zu können.

apn

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