Suche mit 35 Hunden, Hubschrauber und Drohne erfolglos

„Wir haben Angst um sie“ - Studentin Scarlett (26) spurlos verschwunden

Wo steckt Scarlett?
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Wo steckt Scarlett?

St. Blasien/ Todtmoos - Wo steckt Studentin Scarlett S.? Seit vergangenen Donnerstag gilt die 26-Jährige als vermisst. Trotz großangelegter Suchaktion mit Hubschraubern und Hundestaffeln fehlt von der jungen Frau jede Spur. Die Polizei ist ratlos: „Wir wissen einfach nicht, was passiert ist.“

Scarlett S. aus Bad Lippenspringe (NRW) war am 4. September nach Stühlingen in den Südschwarzwald gereist. Hier wollte sie allein über den „Schluchtensteig“ (etwa 119 kilometerlanger Wanderweg) bis zum Ort Wehr gehen. Dort kam sie jedoch nie an.

Das letzte Lebenszeichen von Scarlett ist eine Whatsapp-Nachricht mit Bild vom 9. September an ihre Familie. Einen Tag später wurde sie noch von einer Überwachungskamera in einem Supermarkt neben ihrem Hotel im Ort Todtmoos gefilmt. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr.

Tragische Vermisstensuche im Schwarzwald

Der Abschnitt von Todtmoos nach Wehr wäre der letzte Abschnitt der sechs Etappen des „Schluchtensteigs“ gewesen. „Die Vermisste ist eine sehr geübte Wanderin und war schon mehrmals alleine unterwegs und entsprechend gut ausgerüstet“, heißt es von Seiten der Polizei. Das Verschwinden von Scarlett für viele unverständlich. Schwester Janina sagte zu bild.de: „Wir haben Angst um sie, seit sieben Tagen haben wir nichts gehört.“

Dieses Foto schickte Scarlett am 9. September ihren Freunden und Angehörigen. Das Bild hatte sie offenbar nicht selbst aufgenommen.

Noch am vergangenen Donnerstag wurde eine große Suchaktion gestartet. Neben Polizei, Feuerwehr und Bergwacht durchkämmten auch 35 Suchhunde der Rettungshundestaffel Hochschwarzwald das Gebiet. Ein Polizeihubschrauber und Drohnen flogen über die Region. Selbst einem Hinweis eines Hellsehers sei man nachgegangen - ohne Erfolg. Am Montagabend wurde die mehrtägige Suche erfolglos abgebrochen.

Die Polizei hat Bilder von Scarlett veröffentlicht: Diese Aufnahmen vom 10. September stammen aus einem Supermarkt in Todtmoos.

Die Chancen die 26-Jährige zu finden, schwindet von Tag zu Tag. „Man weiß nicht, wo sie die letzten Tage war... Rechts und links vom Schluchtensteig ist sehr unwegsames Gelände“, so Mathias Albicker, Sprecher der Polizei für den Landkreis Waldshut, gegenüber suedkurier.de. Die Suche werde erst bei neuen Hinweisen fortgeführt.

Auch einen Anhaltspunkt auf eine Gewalttat gebe es nicht, gänzlich ausschließen könne man das aber nicht. „Wir wissen einfach nicht, was passiert ist“, ergänzt Albicker. Die Familie ist mittlerweile in den Schwarzwald gereist. „Nach so langer Zeit muss man alles fürchten“, sagt Scarletts Schwester.

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