Erschreckende Videoaufnahmen aus Steinfurt

Neuer Tierquälerei-Skandal? Blutende, eitrige Wunden und Maden im Gehege

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Tierquälerei im Kreis Steinfurt?
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Steinfurt - Es sind schockierende Bilder und Videosequenzen, welche die Organisation tierretter.de am Sonntag, 15 September, veröffentlichte. Sie zeigen heimliche Aufnahmen aus vier Mastbetrieben im Norden Nordrhein-Westfalens.

Die Aufnahmen sollen aus Ställen im Kreis Steinfurt stammen. Das Video zeigt Sequenzen und Bilder von katastrophalen Zuständen in mehreren Mastbetrieben. Zudem sind verletzte, leidende und sogar tote Schweine zu sehen - Tiere mit blutenden und eitrigen Wunden. 

In einer Stallung wimmeln unzählige Maden auf dem Mittelgang zwischen den Pferchen. In einem anderen tropft Wasser, welches die Tiere trinken, von einer schimmligen und undichten Stelle an der Decke. Zeitgleich liegen die Schweine in ihren eigenen Exkrementen.

Ähnliche Fälle im Allgäu

Ein ähnlicher Fall wurde im Juli bekannt. Videoaufnahmen aus den Ställen eines Milchviehbetriebs im schwäbischen Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sollen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift werden. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 15 Personen - darunter auch drei Hoftierärzte. Bei den weiteren Verdächtigen handele es sich um Betreiber und Mitarbeiter von zwei Milchviehbetrieben und  einer Rinderaufzucht.

Vorwürfe gegen Ampfinger Puten-Schlachthof

Im August äußerte zudem der Verein "Soko Tierschutz" Vorwürfe gegenüber einem Ampfinger Puten-Schlachthof. Laut dem Verein müssen in dem regionalen Schlachthof verarbeitete Puten zuvor einen qualvollen Transport erdulden. Das Fleisch würde dann durch eine Gesetzeslücke als aus Bayern deklariert.

Warnung: Diese Videoaufnahmen sind nichts für schwache Nerven!

>> Hier finden Sie das Video <<

Einige verletzte Tiere sind mit blauer Farbe markiert. "Also sind sich die Betreiber durchaus der Verletzungen bewusst", wird in dem Video geschlussfolgert. Trotzdem sind die Schweine in den Ställen in Steinfurt nicht von den anderen Tieren getrennt, wie es das Gesetz in einem solchen Fall vorschreiben würde. 

Es soll sich um mittelständige Familienbetriebe handeln

Besonders schockierend für die Organisation tierretter.de: "Die Aufnahmen dieser Veröffentlichung stammen übrigens nicht aus „Massentierhaltung“ - sie stammen aus gut bürgerlichen, mittelständigen Familienbetrieben! 

Das sind die Ställe, bei denen der Bauer oder die Bäuerin jedes Tier beim Namen kennt und sie noch einmal streichelt, bevor er oder sie sie auf den Schlachttransporter treibt. ... vielleicht nicht ganz, aber genau diesen Eindruck versuchen Bauernverbände immer wieder zu erwecken, wenn sie das grausame Tun in den Ställen verteidigen will."

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