Nach Horror-Crash mit fünf Toten auf A1 in Norddeutschland

Retter fanden drei Leichen erst, als Feuerwehr Türen herausgebrochen hatte

Tödlicher Unfall A1 Wildeshausen Kreis Oldenburg
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Ein schrecklicher Unfall auf der A1 in Norddeutschland hat fünf Todesopfer gefordert.

Oldenburg - Schreckliche Unfall-Tragödie im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen: Auf der A1 (Bremen - Dortmund) raste in der Nacht auf Mittwoch, 7. Oktober, ein Kleintransporter nahezu ungebremst von hinten in einen Lastwagen. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Update, 9.45 Uhr - Identität der Todesopfer geklärt

Inzwischen sind weitere schlimme Details zu dem Unfall bekannt geworden: Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Transporter durch die Wucht des Zusammenpralls völlig deformiert. Man habe zunächst nur zwei Menschen in dem Fahrzeug gesehen und die drei weiteren Insassen erst entdeckt, als die Feuerwehr die Türen herausgebrochen hatte. Es sei schwierig gewesen, die Opfer aus dem Wrack zu befreien. Bei allen konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Der Lastwagenfahrer (58) aus Bad Oeynhausen benötigte nach erster Untersuchung keine ärztliche Hilfe.

Zudem konnten nun auch die Identitäten der Opfer geklärt werden: Es handelt sich um vier Männer und eine Frau aus Polen im Alter zwischen 27 und 50 Jahren, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Laut dem Polizeibericht hatte der Lastwagen wegen eines Staus vor einer Nachtbaustelle das Warnblinklicht eingeschaltet. Ungebremst sei der Transporter aufgeprallt. 

Horror-Crash mit fünf Toten auf A1 in Norddeutschland.

An der betroffenen Stelle der A1 haben sich laut Feuerwehr übrigens schon häufiger schwere Unfälle ereignet. Wildeshausen liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Cloppenburg und Bremen und ist rund 40 Kilometer von der Hansestadt entfernt. Die A1 war nach dem Horror-Crash, der gegen 0.10 Uhr passierte, im Bereich der Unfallstelle rund sechseinhalb Stunden total gesperrt. Erst gegen 6.45 Uhr konnte die Autobahn wieder freigegeben werden. Der Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war ein in Richtung Osnabrück fahrender Transporter zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Wildeshausen-West auf einen Sattelzug aufgefahren, dabei unter den Lastwagen geraten und regelrecht zerquetscht worden. Dabei kamen die Insassen des Kleintransporters, der ein polnisches Kennzeichen hatte, ums Leben. Nähere Informationen zur Identität der Opfer liegen bislang nicht vor.

Vermutlich erfolgte der Aufprall auf den Lastwagen nahezu ungebremst, denn Bremsspuren seien an der Unfallstelle nicht zu sehen gewesen, wie ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa) bestätigte.

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

mw

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