Exkremente in verwüsteten Hotelzimmern hinterlassen

Ekel-Skandal von Bürgermeister: Torgau kündigt Städtepartnerschaft

Förderbescheid für Landesgartenschau Torgau
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Die Stadt Torgau aus der Luft.

Torgau - Nach 22 Jahren ist Schluss mit der Freundschaft zwischen der Stadt Torgau in Sachsen und seiner polnischen Partnerstadt Striegau. Die Gründe dafür sind äußerst widerlich:

Die Stadträte haben letzte Woche mehrheitlich für eine Aufhebung der Städtepartnerschaft gestimmt. Auslöser waren Vorfälle während der Veranstaltung "Stadtfest Torgau leuchtet", die Bürgermeisterin Romina Barth als "nicht tolerabel" und "menschenunwürdig" bezeichnete.

"Die polnische Delegation, darunter auch der Bürgermeister, haben nicht nur ein Teil der Einrichtung der Hotelzimmer zerstört, sondern auch alle denkbaren Exkremente in mehreren Hotelzimmern an undenkbaren Orten hinterlassen (...)", schrieb die Politikerin in einem Post auf Facebook, der natürlich fleißig kommentiert wurde. "(...) Es stellte sich daher insbesondere die Frage, ob wir weiterhin unsere Kinder, in eine solche Stadt einladen lassen können, in der sich oberste Repräsentanten mit Vorbildfunktion so verhalten. Ich betrachte das Handeln unserer Stadträte und mir als reine Schutzmaßnahme", hieß es weiter.

Die Polen, einschließlich Bürgermeister Zbigniew S., waren nach dem Vorfall offenbar wort- und grußlos aus dem Hotel verschwunden. Immerhin: Inzwischen hat Striegau offenbar die Rechnung über die Schäden bezahlt. Wie viele Personen genau an dem Eklat beteiligt waren, ist unklar. Darüber gab es widersprüchliche Angaben. Zudem gab es im Stadtrat von Torgau auch Kritik an der Entscheidung, die Partnerschaft aufzukündigen. Die Torgauer Zeitung zitiert SPD-Politiker Dr. Frank Henjes: "Es tut weh, wegen drei Personen die ganze Stadt zu bestrafen."

mw

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