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Umfragen bei Zuschauern sprechen klare Sprache

Mehr Schärfe, wenig (neue) Inhalte: So lief das zweite TV-Triell

Wahl-Triell - TV-Diskussion Kanzlerkandidaten - Scholz Baerbock Laschet
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Die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD, von links nach rechts), Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Armin Laschet (CDU) beim TV-Triell.

Berlin - Mehr Schärfe, aber wenig (neue) Inhalte: So lässt sich das zweite TV-Triell zwischen den Kanzlerkandidaten Laschet (CDU), Scholz (SPD) und Baerbock (Die Grünen) kurz zusammenfassen. Hinterher reklamierte jede Seite - erwartungsgemäß - den Sieg für sich - doch die Zuschauer hatten eine klare Meinung.

Nach der zweiten TV-Debatte der Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, SPD und Grünen, sieht sich die in den Umfragen zurückliegende Union gut für die Aufholjagd in den letzten beiden Wochen bis zur Wahl gerüstet. Allerdings ermittelten zwei Blitzerhebungen von Meinungsforschungsinstituten erneut den SPD-Bewerber Olaf Scholz als Gewinner des Triells, das am Sonntagabend (12. September) von ARD und ZDF gesendet wurde. Wie schon vor zwei Wochen lag der CDU-Vorsitzende Armin Laschet bei der Frage, wer am überzeugendsten und glaubwürdigsten war, noch hinter der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Sie punktete jetzt in beiden Umfragen mit den besten Sympathiewerten.

Mehr Schärfe als vor zwei Wochen bei den Sendern RTL und ntv kam jetzt durch die Ermittlungen gegen die Geldwäsche-Zentralstelle des Zolls in die Debatte. Die Financial Intelligence Unit (FIU) gehört in den Geschäftsbereich von Bundesfinanzminister Scholz. Vor allem Laschet versuchte, Scholz mit Attacken unter Druck zu setzen. Dabei griff er auch nochmals den Wirecard- und den Cum-Ex-Skandal auf. Bei den inhaltlichen Fragen wie etwa dem Klimaschutz oder der Bekämpfung der Corona-Pandemie gab es praktisch keine neuen Argumente. Jedoch wurden diesmal auch Themen wie Digitalisierung oder Renten angesprochen, die vor zwei Wochen keine Rolle gespielt hatten.

Umfragen zum Triell

Blitzumfragen im Auftrag von ARD und ZDF sahen Scholz auch in der zweiten TV-Debatte als Sieger. Infratest-Dimap ermittelte für die ARD, dass 41 Prozent der Zuschauer Scholz am überzeugendsten fanden, gefolgt von Laschet mit 27 und Baerbock mit 25 Prozent. Bei der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF sahen 31 Prozent der Befragten Scholz am glaubwürdigsten an, Baerbock befand sich mit 25 Prozent hinter ihm, Laschet rangierte mit 22 Prozent auf dem dritten Platz. Bei der Frage, wer in der 90-minütigen Runde am sympathischsten rübergekommen sei, lag Baerbock in beiden Umfragen vorn und Laschet hinten.

CSU-Chef Markus Söder rechnet nach dem TV-Triell im Wahlkampffinale fest mit einem Stimmungswechsel zugunsten der Union. „Das war ein überzeugender Auftritt und klarer Punktsieg für Armin Laschet. Das ist eine Trendwende und gibt Rückenwind für den Schlussspurt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend unmittelbar nach dem Ende der Sendung.

mw (mit Material von dpa)

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