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Twitter-Reaktionen

15 Tweets, die sehr viel lustiger sind als #allesdichtmachen

Fotomontage, auf der Jan Josef Liefers zu sehen ist. Vor ihm ein Tweet.
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Auf Twitter gab es viele zum Teil spöttische Kommentare zu den Aussagen von Jan Josef Liefers und #allesdichtmachen.

Die Protestaktion #allesdichtmachen sorgt nicht nur für Unverständnis und Ärger, sondern auch für kreative Reaktionen - zumindest, wenn man einen Blick auf Twitter wirft.

München . Die gemeinsame Protestaktion #allesdichtmachen von mehr als 50 deutschen Schauspieler* schlägt in den Medien und unter Branchen-Kollegen hohe Wellen. Unter dem Hashtag hatten die Künstler bei Instagram und Youtube ironisch gemeinte Clips mit persönlichen Statements veröffentlicht. 

Auf Social Media müssen Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch und Co. nun viel Kritik einstecken - zum Teil sogar sehr humorvoll:

Auf Twitter fühlen sich einige sogar an eine der bekanntesten Persönlichkeiten der „Querdenken“-Bewegung aus den vergangenen Monaten erinnert.

„Tiefpunkt der Leerdenker“: Erinnerungen an Jana aus Kassel kommen hoch

Bei einigen Usern scheinen durch die #allesdichtmachen-Aktion offensichtlich Erinnerungen an die 22-jährige „Jana aus Kassel“ hochzukommen, die sich im November 2020 auf einer Corona-Demo in Hannover völlig schamlos mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl aus dem Dritten Reich verglichen hatte.

„Wiss ihr noch, damals, als wir Jana aus Kassel für den Tiefpunkt der Leerdenker hielt? Was waren wir naiv“, schreibt eine Nutzerin auf Twitter. Auch bei anderen Nutzern scheint sich wegen der Künstler-Aktion ein Vergleich mit der „Querdenken“-Aktivistin aufzudrängen.

„Ich glaube, Heike Makatsch fühlt sich wie Jana aus Kassel“, heißt es in einem Tweet Bezug nehmend auf die deutsche Schauspielerin, die sich an der Protestaktion beteiligt hat. Und auch Ulrich Tukur wird für seine Beteiligung an #allesdichtmachen kreativ kritisiert.

Ein User mutmaßt: „Die Jana aus Kassel fühlt sich wie Sophie Scholl. Der Ulrich aus Viernheim bald als Kurt Gerron?“ Kurt Gerron war ein deutscher Schauspieler, Sänger und Regisseur, der als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt wurde.

„53 finanziell gut ausgestattete Hanseln“: Kritik an privilegierten Schauspielern

Andere Nutzer können gar nicht glauben, dass es eine noch „größere Dulli-Aktion, als die Super League geben“ kann, twittert etwa der Journalist Sebastian Weßling. Ein anderer mutmaßt sogar ironisch „Ken Jebsen hat jetzt ne Schauspieleragentur?“ und bezieht sich dabei auf den ehemaligen RBB-Journalisten Ken Jebsen alias KenFM, der seit Jahren Halbwahrheiten und Verschwörungsmythen auf Youtube verbreitet.

In einem weiteren Tweet macht sich eine Userin zudem über die privilegierte Stellung der an der Künstler-Protestaktion beteiligten Schauspieler lustig: „53 finanziell gut ausgestattete Hanseln sitzen 1A isoliert in ihren teuren Häusern und Eigentumswohnungen, langweilen sich und sind der Meinung, dass da ja wohl etwas nicht stimmen kann, wenn man nicht einmal mehr in sein Ferienhaus in MeckPomm kann. Na dann.“

Ähnlicher Kontext, anderer Tweet: „Wenn Du merkst, dass Du eigentlich viel unwichtiger bist, als du immer dachtest und der Applaus auf dem roten Teppich, der bisher zuverlässig dein lausiges Ego aufpoliert hat, fehlt und sich auch mit Koks nicht mehr kompensieren lässt, dann ja dann bist Du reif für #allesdichtmachen.“

Protestaktion geht nach hinten los: „Vielleicht nicht ganz dicht?“

Zuspruch bekommen die beteiligten Künstler insbesondere von den Menschen, auf deren Zuspruch sie vermutlich lieber verzichtet hätten. In einem Tweet heißt es: „Mmmmh, #allesdichtmachen bekommt Applaus von Rechtsextremen, aber der Hinweis, dass da Applaus von Rechtsextremem kommt, ist die „Nazi-Keule“?! Lustig.“

Satirikerin Sophie Passmann gibt sogar einen Tipp, wie die angeblich satirisch gemeinte Aktion vermutlich besser funktioniert hätte. In einem Tweet schreibt sie: „Humor-Lifehack für frechrechte Viralvideos: Ironie ist lustiger, wenn sie ironisch ist!“ Mittlerweile haben sich bereits erste Künstler für die Aktion entschuldigt*- vermutlich auch wegen des enormen Shitstorms:

Auch Autor und Moderator Tobias Schlegl kann mit der angeblichen „Satire“ nicht viel anfangen und twittert zynisch: „Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben.“

Dabei scheint es einen sehr guten Grund für die Protestaktion zu geben - meint zumindest folgender User in einem Tweet ironisch: „Wir sind doch selber schuld. Wir hätten halt auch für die Schauspieler auf dem Balkon klatschen sollen. Das kennen sie.“

*tz.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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