Nach dem Tod von Ferdinand Piëch in Rosenheim

Illegales Autorennen? Gericht lehnt Klage gegen Sohn und Enkel ab

Villingen-Schwenningen - Kurz nach dem plötzlichen Tod von Ferdinand Piëch in Rosenheim im März 2019 wurden sein Sohn und Enkel angeblich bei einem illegalen Autorennen von der Polizei gestoppt. Nun lehnte ein Gericht die Klage gegen die beiden ab. 

Am 25. August 2019 verstarb der ehemalige VW-Chef Ferdinand Piëch im Alter von 82 Jahren im Rosenheimer Krankenhaus, nachdem er in der Residenz Winkler beim Abendessen zusammengebrochen war. Nur wenige Tage darauf wurden sein Sohn Ferdinand jr. (53) und dessen Sohn Arthur (23)  auf der A81 von der Polizei gestoppt. Die Beamten warfen ihnen vor, sie wären ein illegales Autorennen gefahren. Die Sportwagen, ein Porsche 918 Spyder E-Hybrid und ein Ferrari 488 Pista, wurden beschlagnahmt. 

Im März wurde das Verfahren nun eingestellt, berichtet nun die Bild. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen vorgeworfen, durch ihr Verhalten andere Menschen vorsätzlich gefährdet zu haben. Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen lehnte jedoch die Beschwerde ab. Zwei Gutachter seien zu dem Schluss gekommen, dass ein Autorennen nicht ersichtlich geworden sei. Handybilder, die von den Beifahrern gemacht wurden dienten mitunter als Grundlage für die Entscheidung. 

Den Polizeibeamten, die die Piëchs aufgehalten hatten, gegenüber, haben sich die beiden Männer sehr arrogant verhalten, berichtete die Bild im März. "Wissen Sie überhaupt, mit wem Sie es zu tun haben?", habe einer von ihnen sogar gesagt. 

jv

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Kommentare