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Neueste Umfragewerte zeigen

Warum uns eine düstere Weihnachtszeit in Deutschland droht

Weihnachtsmarkt
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Vielleicht schon bald ein ungewohnter Anblick: Besucher gehen über einen leuchtenden Weihnachtsmarkt.

Rund drei Monate vor dem Fest wird in vielen Städten über das Energiesparen bei Weihnachtsmärkten nachgedacht. Bei der Beleuchtung muss man wohl tatsächlich mit Abstrichen rechnen, wie neueste Umfragewerte zeigen.

Deutschland – Der Sommer ist schon längst Schnee von gestern und inmitten der Herbstzeit richten sich die Blicke allmählich auf die bevorstehende Weihnachtszeit. Viele freuen sich neben dem Stress rund um das Beschaffen von Geschenken, insbesondere auf eines: Die Weihnachtsmärkte!

Wer hat es nicht gern, wenn man nach der Arbeit noch auf dem Christkindlmarkt mit dem ein oder anderen Punsch und Lebkuchen, Mandeln oder Schmalzkuchen den Abend ausklingen lassen kann. Hierbei genießen viele den Augenblick, vergessen den Alltagsstress und verlieren sich förmlich in dem Glanz der Lichter. Doch das Leuchtspektakel, das alle Jahr für Jahr aufs Neue faszinieren und begeistern lässt, könnte in diesem Jahr wohl zu kurz kommen.

Weihnachten dieses Jahr ganz ohne Beleuchtung?

Infolge der Energiekrise und Inflation droht in deutschen Städten eine deutlich dunklere Weihnachtszeit. Drei Monate vor Heiligabend beraten viele Kommunen über Energiesparmöglichkeiten. Zu den Maßnahmen angesichts der angespannten Lage an den Energiemärkten könne es gehören, „die Weihnachtsbeleuchtung zu reduzieren oder vielleicht sogar ganz darauf zu verzichten, wenn dadurch große Einsparungen zu erzielen sind“, sagte ein Sprecher vom Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Nichtsdestoweniger sei man sich aber dessen bewusst, dass Weihnachtsmärkte ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität und relevanter Wirtschafts- und Standortfaktor seien. Entsprechend werden wohl auch diese Details in die Entscheidungsfindung einfließen. Aber ob das auch wirklich ausreichend sein wird, sei mal dahingestellt.

Vorsichtige Planung in Wasserburg

Bisher wurde in der Region dieses Thema in Wasserburg auf den Tisch gelegt. Der Wirtschaftsförderverband plant zwar aktuell vorsichtig für den Weihnachtsmarkt. Die Kosten machen aber – wie schon erwartet – ordentlich zu schaffen. Schon jetzt sind Debatten, um die Beleuchtung und Verkleinerung der Veranstaltung entbrannt (worüber wasserburg24.de ausführlich berichtete). Wie sieht es aber in den restlichen Städten in der Bundesrepublik aus?

Bamberg mit Stimmungsdämpfer – Berlin wohl dunkler denn je

Ein Sprecher der Stadt Bamberg dämpfte bereits die Stimmung mit den Worten: „Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Energiekrise besteht Übereinstimmung, dass es in diesem Jahr keine Beleuchtung wie in den vergangenen Jahren geben kann.“

Ebenfalls düster wird es wohl in Berlin aussehen. In der Hauptstadt drohen dunkle Einkaufsboulevards wie Kurfürstendamm, Tauentzienstraße oder Unter den Linden. Auch deshalb, weil der Senat entschied, die Straßenbeleuchtungen, die sonst das Hauptaugenmerkmal sind, nicht zu unterstützen und mitzufinanzieren. Manche Bezirke und Geschäftsleute sind aber fleißig auf der Suche nach Sponsoren.

Stuttgart geht auf Sparkurs – Kiel nicht

In Stuttgart sollen laut Stadt die Ökostrom-Lichterketten nur noch 240 statt 450 Stunden an Tannenbäumen leuchten. Das Rathaus verzichtet ganz auf Beleuchtung und den Adventskalender in seinen Fenstern. Hingegen in Kiel sollen die Beleuchtungselemente auf den Weihnachtsmärkten und in den Fußgängerzonen nicht wesentlich reduziert werden. „Allerdings werden die Lichterketten und Sterne bereits um 22 Uhr abgeschaltet.“

Nürnberger Christkindlesmarkt & Co. setzten seit Jahren auf Ökostrom

In Essen wird „auf einige atmosphärische Lichtelemente verzichtet und die Beleuchtung der Marktstände deutlich später eingeschaltet. Nürnberg verweist darauf, dass der Christkindlesmarkt seit fast zehn Jahren mit 100 Prozent Ökostrom versorgt werde, der Energieverbrauch der Beleuchtung sei mit LED-Lampen auf ein Minimum reduziert.

Auch Städte wie München, Kiel, Potsdam, Cottbus, Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Erfurt, Jena und Weimar betonen, in den letzten Jahren weitgehend auf energiesparende LED-Technik umgestellt zu haben.

Arbeitsgruppen für die Acta „Weihnachtsmärkte“

In Städten wie Aachen, Köln, Frankfurt am Main, Darmstadt, Münster, Düsseldorf, Bielefeld, Hannover, Wiesbaden, Regensburg, Lübeck oder Flensburg gibt es für die Acta „Weihnachtsmärkte“ gar Arbeitsgruppen. Diese prüfen derzeit, wie genau man der aktuellen Energienotlage noch Rechnung tragen könne.

Während einige Städte also bereits einen Ansatz präsentieren können, diskutieren die anderen eifrig, wie sie das Thema angehen können. Eines steht jedoch fest: In der nächsten Zeit wird sich nicht nur Deutschland, sondern auch die restlichen Länder über den Globus verteilt mit dieser Causa wohl oder übel beschäftigen müssen.

mck/dpa

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