Schreckliche Szenen in Brandenburg - Täter setzt Fluchtwagen gegen Wand

Ehemann ertränkt Frau im Gartenteich - Sohn (15) sieht Mutter sterben 

Frau in Werder ums Leben gekommen
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Ein Auto ist auf einem Industriegelände in Plötzin gegen eine Wand geprallt. Eine Frau ist in Werder (Havel) gestorben, nachdem ihr Ehemann versucht haben soll, sie zu töten. Danach flüchtete der Mann mit seinem Auto. Auf einem Industriegelände im nahe gelegenen Plötzin prallte der Tatverdächtige mit dem Wagen gegen eine Hauswand und wurde schwer verletzt. Er wurde in eine Klinik gebracht. Die Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzung. Eine Mordkommission ermittelt nun wegen Totschlags.

Brandenburg - Am Montagabend ereignete sich im Nordosten Deutschlands eine schreckliche Gewalttat. Eine 40-jährige Frau wurde von ihrem Ehemann ertränkt. Wenig später versuchte sich der Täter offenbar selbst das Leben zu nehmen.

In der beschaulichen Stadt Werder an der Havel spielten sich am Montagabend, 11. Mai, auf einem privaten Grundstück abscheuliche Szenen ab. Nachdem ein Streit zwischen einem 64-jährigen Ehemann und seiner Frau in einem Wohnhaus eskaliert war, habe der Mann "mehrfach gewaltsam auf die Frau eingewirkt", berichtet die Polizei Brandenburg. 

Des Weiteren soll der 64-Jährige seine Ehefrau mit einem Messer bedroht und diese von hinten gestochen haben. Dies erklärte ein Nachbar im Gespräch mit bild.de.

Frau kämpft um ihr Leben - doch Ehemann wirft sie in Gartenteich

Die Frau sei anschließend aus dem Haus gerannt. Irgendwann habe der Mann sie jedoch eingeholt und sie in einen Teich geworfen. Als der Nachbar der 40-Jährigen zur Hilfe eilen wollte, "da hat er auf mich geschossen und die Frau weiter unter Wasser gedrückt, sodass sie ertrunken ist", erläutert dieser gegenüber tag24.de.

Während die Frau regungslos im Wasser trieb, flüchtete der Mann mit einem Auto in unbekannte Richtung. Mehrere Nachbarn zogen die Frau anschließend aus dem Wasser und versuchten sie zu reanimieren, jedoch ohne Erfolg. 

Vor den Augen des 15-jährigen Sohnes verstarb die Frau kurz nach Eintreffen der Rettungskräfte. 

Mann setzt Fluchtfahrzeug gegen Hauswand

Die Polizei nahm umgehend die Verfolgung des Mannes auf. Auch ein Hubschrauber wurde hinzugezogen. 

Wenig später wurde auf einem Industriegelände im nahe gelegenen Plötzin ein Unfall gemeldet. Wie sich herausstellte, war der Tatverdächtige dort mit dem gesuchten Auto frontal gegen eine Hauswand gefahren. Hierbei zog sich der 64-jährige schwere Verletzungen zu. 

"Wir vermuten, dass der Unfall in suizidaler Absicht geschehen ist", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam. 

Hatte die Ehefrau einen neuen Freund?

Was den Mann zu dieser schrecklichen Tat bewegte, ist derzeit noch unklar. Ein Nachbar gab gegenüber tag24.de an, dass die Getötete einen neuen Partner an ihrer Seite hatte.  Seit geraumer Zeit habe die Frau und ihre Kinder beim Nachbarn weiter hinten im Haus gelebt, "weil sie nicht mehr beim Vater sein wollten".  

Die Polizei leitete bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags ein. Bis jetzt konnte der Mann aufgrund seiner schweren Verletzungen allerdings noch nicht vernommen werden. 

mz/Polizei Brandenburg/dpa

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