Polizei mit Großaufgebot vor Ort

Ausländerbehörde in Wismar: Mann hält Frau und Säugling als Geiseln - SEK greift zu

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Polizeieinsatz im Landratsamt Wismar: Ein Mann soll eine Frau und deren Baby als Geiseln halten.

Geiselnahme in einer Ausländerbehörde: Ein Mann soll eine Frau und deren Säugling in seine Gewalt gebracht haben. Die Polizei rückt mit einem Sondereinsatzkommando an und greift am Abend ein.

Update von 22.11 Uhr: Bei dem festgenommenen Mann soll es sich um einen 22-Jährigen handeln, das Baby ist zwei Monate alt. Laut Polizei sei die Geiselnahme mit „einfacher körperlicher Gewalt“ beendet worden.

Update von 20.57 Uhr: Weitere Details zum Zugriff sind bekannt. Demnach habe das SEK die Gelegenheit genutzt, als der Geiselnehmer der Notärztin das Baby für einen Check übergeben hatte. Schon zuvor hatte der Mann die Medizinerin mehrmals in die Nähe des Säuglings gelassen. Der Ghanaer sei bei dem Einsatz des SEK nicht verletzt worden.

Update von 20.10 Uhr: Das SEK hat die Geiselnahme nach rund fünf Stunden beendet, nachdem das Interventionsteam der Polizei die Situation augenscheinlich nicht auf einem friedlichen Weg lösen konnte. Der Mann wurde überwältigt, das Baby sei in Obhut genommen worden.

Geiselnahme in Wismar: Mann hält Frau und Baby in seiner Gewalt

Erstmeldung von 19.20 Uhr: 

Wismar - Seit mehreren Stunden hält ein Mann in der Ausländerbehörde von Wismar die Polizei in Atem. Er soll seit dem frühen Nachmittag eine Frau und deren Baby in seine Gewalt gebracht haben, wie die Ostsee-Zeitung berichtet. Ein Sondereinsatzkommando ist vor Ort, das Gebäude ist abgeriegelt, die zwischenzeitlich gesperrte Straße wieder freigegeben.

Über das Alter der Beteiligten war zunächst nichts bekannt. Der Mann soll nicht bewaffnet sein.

Einsatzfahrzeuge vor dem Landratsamt Wismar: Polizei und eine Notärztin waren stundenlang vor Ort.

Geiselnahme in Wismar: Polizei und Notärztin wollen Freigabe des Babys erreichen

Einer Polizeisprecherin zufolge versuchen die Polizei und die ebenfalls vor Ort befindliche Notärztin bereits seit Stunden, den Mann über Gespräche dazu zu bewegen, das Baby freizugeben. Allerdings drücke er den Säugling jedesmal fester an sich, wenn sich ihm eine Person nähere. Das Baby sei wohlauf, die Mutter stillt es laut Bild zwischendurch.

Bei dem Geiselnehmer soll es sich um einen Mann aus Ghana handeln, dem die Abschiebung drohe. Nach NDR-Informationen will er die Anerkennung seiner Vaterschaft für das Baby erzwingen, um in Deutschland bleiben zu können.

Geiselnahme in Wismar: Bedrohung richtet sich nicht gegen Mitarbeiter der Ausländerbehörde

Sicher ist, dass sich die Bedrohung nicht gegen die Mitarbeiter der Behörde richtet. Landrätin Kerstin Weiss von der SPD bestätigte der Ostsee-Zeitung gegen 16 Uhr telefonisch: „Alle Mitarbeiter - bis auf einen - haben zunächst das Gebäude verlassen.“ Um 16.40 Uhr soll eine Frau - begleitet von zwei Polizisten - das Gebäude betreten haben. Dem Blatt zufolge könnte es sich um eine Dolmetscherin handeln.

Donnerstags ist Sprechtag in der Ausländerbehörde. An diesen Tagen herrsche generell viel Betrieb in den Räumlichkeiten, zudem würden dann auch private Sicherheitsfirmen eingesetzt.

mg

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