Acetylsalicylsäure bei Schlaganfall?

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Unverzüglich den Notarzt rufen - nur dann besteht die Chance, dass sich ein Schlaganfall-Patient gut erholt.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) ist nicht zur Schlaganfall-Vorbeugung bei Gesunden geeignet.

ASS hemmt die Funktion der Blutplättchen und damit die Blutgerinnung und kann bei Menschen, die zur Bildung von Blutgerinnseln neigen, das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko senken.

Daher wurde diskutiert, ob auch Gesunde ab dem mittleren Lebensalter vorsorglich behandelt werden sollten, um sie vor einem Schlaganfall zu schützen, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie mitteilt.

“Die Forschung zeigt jedoch, dass der schützende Effekt bei Menschen ohne Vorerkrankung der Blutgefäße sehr gering ausfällt und problematische Nebenwirkungen (Blutungen) gegen eine regelmäßige Einnahme sprechen.

Aus diesem Grund sollten Gesunde zur Schlaganfall-Prophylaxe keine Acetylsalicylsäure verwenden“, sagt Professor Hans-Christoph Diener.

Acetylsalicylsäure könne bei häufiger Einnahme Blutungen im Magen-Darm-Trakt hervorrufen und sollte nur in Ausnahmefällen und nach Absprache mit einem Arzt über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Die beste Vorbeugung gegen einen Schlaganfall sei eine gesunde Lebensweise: “Dazu gehört neben dem Verzicht auf Nikotin eine ausgewogene Ernährung mit reichlich frischem Gemüse und Fisch und weniger Fleisch und Wurst als in den Industrieländern meist verzehrt wird. Zu üppige Ernährung trägt zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels bei und verstärkt auf diese Weise Ablagerungen in den Blutgefäßen, die wiederum das Risiko eines Schlaganfalls steigern“, warnt der Direktor der Klinik für Neurologie in Essen.

Nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag

Die tägliche Salzzufuhr sollte demnach nicht über fünf Gramm betragen, da ansonsten das Schlaganfall-Risiko durch erhöhten Blutdruck steige. Vor allem in Fertigprodukten und -gerichten versteckten sich häufig relativ große Mengen an Salz. Auch regelmäßige Bewegung trage zur Schlaganfall-Vorbeugung bei, indem die Blutgefäße in hohem Maße gestärkt würden.

“Moderate Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen helfen insbesondere bei älteren Menschen, die Gefahr eines Schlaganfalls zu verringern“, rät der Professor.

Bereits drei Mal 30 Minuten Bewegung in der Woche seien ein wertvoller Beitrag für die Gesundheit.

www.neurologen-im-netz.de

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