Der Ambrosia blüht noch

Landkreis - Die Leidenszeit für Allergiker ist für dieses Jahr noch nicht vorbei. Das allergieauslösende Ambrosia hat seine Blütezeit noch bis November.

Gartenkreisfachberater raten, die Pflanze samt Wurzel auszureißen und über den Restmüll zu entsorgen.

Die Leidenszeit für Allergiker ist für dieses Jahr noch nicht vorbei. Grund ist Ambrosia, ein aus Nordamerika eingeschlepptes Kraut, das meist über verunreinigtes Vogelfutter verbreitet wird. Noch bis Ende September dauert dessen Blütezeit. Die Pflanze verursacht heftige Allergien. Daher raten die Kreisfachberater für Gartenkultur und Landschaftspflege, beim Ausreißen unbedingt Handschuhe und in der Blütezeit auch Atemschutz zu tragen.

Laut Kreisfachberater Harald Lorenz macht eine Bekämpfung nur Sinn, wenn die gesamte Pflanze samt der Wurzel ausgerissen wird. Abmähen oder Abhacken bringt dagegen wenig, weil Ambrosia wieder austreibt. Die Samen sind sehr widerstandsfähig und können bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben. Daher sollte Ambrosia in einer Plastiktüte mit dem Restmüll entsorgt werden. Lorenz rät davon ab, die Pflanze in einen Biomüll-Container zu geben oder zum Wertstoffhof zu bringen. Der Samen kann dort noch ausreifen, sagte Lorenz zur Begründung.

Ambrosia, auch Beifußblättriges Traubenkraut genannt, wird abhängig vom Standort zwischen 30 Zentimeter und 1,50 Meter hoch. Die Blätter sind grün und gefiedert. Der Stängel ist zunächst grün und behaart. Er verfärbt sich im Laufe des Sommers rötlich. Ambrosia wird vorwiegend mit dem Gemeinen oder Gewöhnlichen Beifuss verwechselt.

Bei einer Allergie durch Ambrosia können die Augen anschwellen. Auch Atemnot und Asthmaanfälle sind möglich. Bei Hautkontakt können rote Flecken auf der Haut entstehen. Da zur Behandlung Salben mit Corticoiden notwendig sind, muss der Arzt aufgesucht werden.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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