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Pankreaskarzinom

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diese sechs Warnzeichen können darauf hinweisen

Eine Frau mit einem Dummy.
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Im frühen Stadium des Bauchspeicheldrüsenkrebses treten in der Regel keine charakteristischen Beschwerden auf.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ruft vor allem im frühen Stadium keine starken Beeinträchtigungen hervor, dennoch gibt es ein paar Warnzeichen, die darauf hindeuten können.

Die Bauchspeicheldrüse besitzt zur Erfüllung ihrer Funktion zwei verschiedene Gewebearten – zum einen das exokrine und zum anderen das endokrine Gewebe. Das exokrine Gewebe bildet Verdauungssäfte, die über die Bauchspeicheldrüse in den Darm gelangen. Im endokrinen Gewebe werden hingegen wichtige Hormone für den menschlichen Körper gebildet – beispielsweise Insulin und Glucagon. Beide Hormone regeln den Blutzuckerspiegel im menschlichen Körper.

In beiden Geweben kann grundsätzlich ein Tumor entstehen. Aber der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (dkfz) teilt mit, dass eine Tumorbildung im exokrinen Teil des Gewebes sehr viel häufiger auftritt, als ein Tumor im endokrinen Gewebe.

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs im exokrinen Gewebe: exokrinen duktalen Adenokarzinom
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs im endokrinen Gewebe: Neuroendokriner Tumor (NET) des Pankreas

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diese Risikofaktoren gibt es

Forscherinnen und Forscher können laut dkfz noch nicht explizit sagen, welche genauen Ursachen zu einem Karzinom führen, allerdings konnten sie herausfinden, dass einige Faktoren statistisch betrachtet das Risiko für eine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen. Konkret handelt es sich dabei um folgende Faktoren:

  • Lebensgewohnheiten: Adipositas (Übergewicht), hoher Alkoholkonsum, starkes Rauchen (aktiv und passiv)
  • Vorerkrankungen: Typ-2-Diabetes (Zuckerkrankheit), Pankreatitis (chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Vorbelastung in der Familie: mindestens zwei Verwandte ersten Grades (Eltern, Kinder, Geschwister) sind an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Das eigene Risiko steigt dann um das Achtzehnfache, wie dkfz informiert.
  • Vererbte Krankheitsbilder: sehr seltene Syndrome, wie beispielsweise das FAMM-Syndrom, können eine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs begünstigen.

Wie der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums weiter informiert, seien genetische Krankheitsbilder und auch eine familiäre Vorbelastung im Vergleich zu den anderen Risikofaktoren aber eher selten der Auslöser für eine Erkrankung.

Wichtig: Selbst wenn Sie einen gesunden Lebensstil haben und nicht vorerkrankt sind, besteht die Möglichkeit, dass Sie erkranken. Wenn Sie auf vermeidbare Risikofaktoren verzichten, können Sie lediglich das Risiko senken.

Diese Warnzeichen können auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen

Im frühen Stadium macht ein Bauchspeicheldrüsenkarzinom nur selten Beschwerden. Wenn diese doch auftreten, dann sind sie wenig charakteristisch – Grund können beispielsweise auch harmlose Ursachen sein. Folgende unspezifische Beschwerden hat unter anderem das ONKO-Internetportal der Krebsgesellschaft zusammengestellt:

  • Gewichtsverlust: in rund 90 Prozent aller Fälle
  • Schmerz im Bauchbereich oder im Rücken bei rund 80 Prozent aller Fälle.
  • Gelbsucht (ca. 70 Prozent)
  • Übelkeit und Appetitverlust: (ca. 40 bis 50 Prozent)
  • Neu auftretender Diabetes Mellitus (ca. 15 Prozent)
  • Erbrechen (15 Prozent)
  • Fettstühle: Eine Veränderung des Stuhlgangs – dieser hat eine hellere Farbe als gewohnt und ist schmierig, klebrig oder glänzend.

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Treten die Warnzeichen auf, suchen Sie einen Arzt auf

Eine Früherkennung bei Krankheiten ist immer wichtig, allerdings gilt das beim Bauchspeicheldrüsenkarzinom noch einmal mehr. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Was macht ein Arzt oder eine Ärztin bei einer Untersuchung? Diese Erkrankung ist nicht von außen zu ertasten, daher greift der Arzt oder die Ärztin zu Hilfsmitteln, die Aufschluss auf eine mögliche Erkrankung geben sollen. Bei der Diagnostik helfen sollen unter anderem ein Bluttest, eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomographie. Die deutlichsten Ergebnisse bringt allerdings die endoskopische Sonographie – quasi eine Ultraschalluntersuchung im Mageninneren.

Denkbar sind aber auch weitere Untersuchungen, wie die Suche nach Tumormarkern, eine Endoskopie (Spiegelung von Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüsen- und Gallengang) oder eine Computer- bzw. Kernspintomografie.

Wenn Sie einen Verdacht haben, scheuen Sie sich nicht, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen und Ihre Symptome zu schildern. Dies sollten Sie bei länger anhaltenden Symptomen (ab ca. zwei bis vier Wochen) in Angriff nehmen. Dieser redaktionelle Artikel ersetzt keine (fach-)ärztliche Untersuchung.

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