Besser durch die Kältewelle mit Expertentipps

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Risikofaktor Wind

Landkreis - Schneidender Wind, eisige Kälte - der Winter ist da! Wie Sie die extremen Bedingungen besser überstehen, verraten diese Expertentipps:

Das Land Tirol ist für die bevorstehenden Extremfrosttage gerüstet: Tipps von Experten und wichtige Informationen helfen, gut durch die sibirische Kältewelle zu kommen.

„Die extreme Kälte setzt in diesen Tagen nicht nur manches Auto schachmatt. Gerade auch bei Kurzstreckenfahrten wird durch die Kälte unnötig viel Batterie verbraucht und der Wagen kommt nicht auf die nötigen Touren. Lieber jetzt auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen als hängenbleiben“, rät Tirols LHStv Anton Steixner. „Damit tut man nicht nur seinem eigenen Wohl und dem Geldbörsel etwas Gutes, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag für die Umwelt. Gerade die Luft wird jetzt durch den gesteigerten Schadstoffausstoß in der Kälteperiode besonders belastet.“

Dass man sich in dieser frostigen Zeit unnötige Wege durch eine entsprechende Bevorratung ersparen kann, ruft LHStv Steixner als zuständiger Katastrophenschutzreferent der Landesregierung Tirol in diesem Zusammenhang auch noch in Erinnerung: „Eine ausreichende Bevorratung hilft bei schwierigen Wettersituationen, Krankheit, Strom- oder Wasserausfällen, einen Notfall besser zu meistern.“ Dazu gehören Getränke, Lebensmittel, Hausapotheke, alternative Heizmöglichkeiten und eine Notbeleuchtung.

Risikogefahr Wind

„Wenn auf 2000 Metern Seehöhe eine Temperatur von minus 25 Grad erreicht wird und dazu ein Wind mit einer Geschwindigkeit von 35 km/h weht, fühlt sich das für den Wintersportler dann wie minus 40 Grad an“, weist Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts des Landes Tirol, auf die Gefahr von Erfrierungen hin.

Eine Tabelle zeigt den Unterschied von der gemessenen Temperatur zur gefühlten Temperatur in Abhängigkeit von der Windstärke auf. Bereits ab gefühlten minus 30 Grad kann es innerhalb von 30 Minuten oder weniger zu ersten Erfrierungen kommen.

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Körper besonders schützen

„Der Wind stellt ein Risiko dar. Deshalb sind bei extremer Kälte Kopf, Hals und Hände entsprechend zu schützen. Das gilt bereits, wenn man auch nur kurz vor die Wohnungstür geht“, erklärt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Personen, die bereits verkühlt sind oder durch eine Krankheit geschwächt, sollten besonders aufpassen. Bei den herrschenden tiefen Temperaturen besteht ein erhöhtes Risiko für Herz und Kreislauf.

Auf eine entsprechend angepasste, trockene Kleidung achten, auf Alkohol zum Aufwärmen oder Warmhalten verzichten und den Aufenthalt im Freien kurz halten, rät Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber bei extremer Kälte und Wind. „Auch Spaziergänge sollte man in diesen Tagen nicht unbedingt allein unternehmen. Wenn man stürzt, selbst nicht mehr weitergehen kann und nicht gleich von anderen gefunden wird, können schnell Erfrierungen bis hin zum Tod eintreten.“

Zusätzliche Schlafplätze für Obdachlose

Eine tödliche Gefahr stellt die Kältewelle besonders für die Obdachlosen dar. Deshalb haben Land Tirol und Stadt Innsbruck für die gemeinsam betriebene Notschlafstelle in der Innsbrucker Trientlgasse 4 bereits vorgesorgt. „Notbetten und Schlafsäcke stehen zusätzlich über die 35 Betten im Haus hinaus für diese extrem kalten Nächte bereit. Außerdem werden zehn weitere Schlafplätze in der städtischen Herberge Hunoldstraße eingerichtet. Niemand wird abgewiesen“, betonen Soziallandesrat Gerhard Reheis und Innsbrucks Vize-Bgm Franz X. Gruber.

Pressemeldung Amt der Tiroler Landesregierung

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