Aktuelle Studie

Bier kann Grillfleisch gesünder machen

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Männer essen pro Woche fast doppelt so viel Fleisch wie Frauen.

Viele Grill-Meister juckt es schon wieder in den Fingern. Doch Vorsicht! Häufiges Grillen ist ein Gesundheitsrisiko. Aber Bier kann die Gefahr, laut einer aktuellen Studie, vermindern.

Schwarze Kruste auf dem Grillfleisch schmeckt, doch ist sie krebserregend. Tropft Fett, Marinade oder Fleischsaft in die Glut der Holzkohle, entsteht ein bläulicher Qualm. Dieser Rauch enthält schädliche Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Beim Grillen können die schädlichen Stoffe über die Lunge eingeatmet oder mit dem Verzehr von Kotlett oder Würstchen in den Körper gelangen.

PAK sind natürlicher Bestandteil von Kohle und Erdöl und entstehen, wenn diese unvollständig verbrannt werden. PAK sind krebserregend. Sie kommen in Zigarettenrauch, Autoabgasen und eben auch in gegrillten Fleischwaren vor. 

Isabel Ferreira und ihr Team von der Universidade do Porto hat nun herausgefunden, dass sich durch eine Bier-Marinade die Bildung von PAK auf Grillfleisch reduzieren lässt. Eine Bier-Marinade aus dunklem Bier ist demnach die beste Wahl. Durch diese Spezial-Behandlung vor dem Grillen konnte der PAK-Gehalt um mehr als die Hälfte im Vergleich zum unmarinierten Fleisch reduziert werden.

Die Forscher haben dafür Schweinefleisch vier Stunden lang in Bier mariniert. Dabei verwendeten die Wissenschaftler Bier, alkoholfreies Bier, und dunkles Bier. Dann wurde das Fleisch auf einem Holzkohlegrill bei einer Temperatur von 200 Grad Celsius geröstet. Das Ergebnis der Proben war eindeutig. Das marinierte Schweinefleisch war erheblich weniger mit PAK belastet.   

Die Studie ist im Fachmagazin "Journal of Agriculture and Food Chemisty" erschienen.

ml

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