Das Bild vom Ex wirkt wie Kokain

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Das Bild vom Ex löst im Gehirn Reaktionen aus. 

Wir haben es schon länger geahnt, nun wissenschaftlich bestätigt: Liebe ist eine Art natürliche Sucht. Dies zeigt eine Hirnstudie an 15 Personen, deren Partner sich von ihnen getrennt hatten.

Die Probanden waren im Mittel zwei Monate vorher verlassen worden, hingen noch immer leidenschaftlich an ihren Expartnern und dachten 85 Prozent ihrer Freizeit an die vergangene Beziehung. Die Forscher des Albert Einstein College of Medicine zeigten den Teilnehmern Fotos der Verflossenen und beobachteten dabei die Hirntätigkeit per funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT). Das Betrachten der Bilder stimulierte insbesondere die Belohnungszentren, darunter etliche Areale, die auch an Suchtverhalten beteiligt sind, etwa das sogenannte dopaminerge Belohnungssystem, das auch bei Kokainkonsumenten aktiv ist.

Die im “Journal of Neurophysiology“ publizierte Studie könnte erklären, warum Menschen aus Liebeskummer extreme Handlungen begehen wie Mord oder Suizid. “Romantische Liebe ist scheinbar sowohl unter glücklichen als auch unter unglücklichen Umständen eine natürliche Sucht“, sagt die Neurologin Lucy Brown. “Liebeskummer ist vielleicht ein notwendiger Teil des Lebens, den die Natur in unsere Anatomie und Physiologie eingebaut hat.“

Die Studie deutet allerdings auch an, dass die Zeit alle Wunden heilt: Je länger die Trennung zurücklag, desto schwächer reagierten die Belohnungszentren auf den Anblick der Expartner. (Quelle: “Journal of Neurophysiology“, Vol. 104, S. 51-60)

DAPD

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