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Verdauung in Ordnung bringen: Vier Schritte für eine gesündere Darmflora

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Ein gesunder Darm verspricht mehr Lebensqualität.

Wenig Bewegung, viel Fett und Zucker: Die Folge sind oft Verdauungsprobleme, Übergewicht, aber auch Infektanfälligkeit. Wie Sie Ihren Magen-Darm-Trakt in vier Schritten entlasten.

Essen wir über lange Zeit ungesund, rebelliert irgendwann der Magen und der Darm. Das äußert sich zum einen durch Magen-Darm-Probleme wie Blähungen, Verstopfung oder Bauchschmerzen. Grund dafür sind entzündliche Vorgänge, die den Schleimhäuten unserer Verdauungsorgane zu schaffen machen. Der Körper kann Nährstoffe über die entzündete Magen- und Darmschleimhaut nicht mehr richtig aufnehmen, was auch dem Immunsystem schadet.

Nicht nur die Abwehr leidet, wenn der Magen-Darm-Trakt nicht intakt ist. Auch chronische Krankheiten werden durch die Entzündungsherde im Körper angefeuert - oder sogar ausgelöst, wie das News-Portal Focus berichtete.

Gesunde Darmflora züchten in vier Schritten

Darmsanierung heißt das Zauberwort, das von vielen Medizinern bei dauerhaften Magen-Darm-Beschwerden empfohlen wird. Ziel einer solchen Sanierung ist es, schädliche Bakterien aus dem Magen-Darm-Trakt zu verbannen und die Darmflora gesund zu "züchten". Ein praktischer Nebeneffekt davon ist zudem, dass auch die Infektanfälligkeit dadurch verringert wird. Ärztin und Autorin Aviva Romm hat sich in einem Gesundheitsratgeber mit dem Thema befasst und entwickelte einen 4-Schritte-Plan zum gesunden Darm:

1. Im ersten Schritt sollte alles vom Speiseplan verbannt werden, das die Schleimhäute unseres Verdauungssystems reizt. Etwa Medikamente (die man nicht unbedingt benötigt), Alkohol, Industriezucker und Fertiggerichte wie Fast Food. Stattdessen sollte man auf unverarbeitete Lebensmittel wie Gemüse setzen und den Verdauungstrakt durch Heilpflanzen wie Salbei oder Thymian - etwa in Form von Tee - unterstützen.

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2. Nach Ärztin Romm können Verdauungsenzyme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln während der Darmsanierung hilfreich sein. Verdauungsenzyme werden etwa in den Speicheldrüsen und in der Darmschleimhaut gebildet und helfen, Nahrung in ihre Bestandteile aufzuspalten. Auch der Magensaft spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung. Dieser kann angeregt werden, indem vor jeder Mahlzeit ein Glas Wasser mit einem Esslöffel Apfelessig getrunken wird.

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3. Damit sich gute Darmbakterien auf den Schleimhäuten breit machen können, sollte man viel Salat, Kohl und fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut essen. Wertvolle Milchsäurebakterien stecken auch in sogenannten Probiotika. In der Phase des Darmflora-Wiederaufbaus sind auch Ballaststoffe wichtig, die vor allem in Gemüse, Leinsamen und Flohsamenschalen stecken.

4. Die Darmwand braucht rund eine Woche, bis Entzündungen abgeklungen sind und sich die Zellen erneuert haben. Dabei kann man seinen Darm-Trakt unterstützen, indem man Zink, Selen, Vitamin A, C und E zuführt - am besten in Form von gesunden Lebensmitteln.  

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