"Rapex" 2015 

Gift in Spielzeug, T-Shirts und Kosmetika entdeckt

In Europa tauchen immer öfter gesundheitsschädliche Produkte wie gefährliche Spielsachen oder giftige Kleidung auf. Die EU-Kommission hat nun den aktuellen Jahresbericht zu riskanten Produkten vorgestellt.

Im vergangenen Jahr zogen Kontrolleure in den 28 EU-Staaten sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein insgesamt 2435 solcher Produkte aus dem Verkehr - das waren 71 mehr als ein Jahr zuvor. Dies geht aus dem Jahresbericht zum Schnellwarnsystem „Rapex“ hervor, den die EU-Kommission am Montag in Brüssel vorstellte.

China gilt als Problemland

Den größten Anteil machten 2014 Spielsachen, Kleidung, Textilien und Mode-Accessoires aus. Verbraucher könnten sich daran verletzen oder müssten giftige Chemikalien fürchten. Fast zwei Drittel der Waren kamen laut dem Bericht aus China. Die Produkte wurden zurückgerufen oder vom Markt genommen.

Die EU-Staaten warnen sich über die Datenbank "Rapex" gegenseitig vor solch gefährlichen Produkten. Die Behörden stoppen dann den Verkauf, verbieten die Einfuhr oder starten Rückholaktionen. Rapex umfasst Konsumgüter außer Lebensmitteln und Medikamenten.

Das EU-Schnellwarnsystem „Rapex“

„Rapex“ ist eine Datenbank, mit der sich die EU-Staaten seit Jahren gegenseitig vor gefährlichen Produkten warnen. „Rapex“ steht für „Rapid Alert System for Dangerous Non-Food Consumer Products“. Das Warnsystem umfasst Konsumgüter mit Ausnahme von Lebensmitteln und Medikamenten. Am häufigsten werden Kleidung, Kosmetik, Kinderspielzeug und Elektrogeräte beanstandet. Neben den 28 EU-Staaten beteiligen sich auch Liechtenstein, Island und Norwegen an der Datenbank. Gefährliche Waren sollen durch Rückrufaktionen schnell in ganz Europa vom Markt verschwinden. Über solche Maßnahmen entscheiden die Länder aber selbst.

dpa

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd

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