Laufzeit bis Schlafphasen tracken

Fitnesstracker bei Stiftung Warentest: Nur zwei Produkte überzeugen

Smartwatch oder günstige Alternative? Die Stiftung Warentest vertritt in Hinblick auf das Fitnesstracking eine klare Position.
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Smartwatch oder günstige Alternative? Die Stiftung Warentest vertritt in Hinblick auf das Fitnesstracking eine klare Position.

Fitnessarmbänder als günstige Alternative zur Smartwatch stehen hoch im Kurs. Doch Stiftung Warentest kommt zum Schluss: Viele halten nicht, was sie versprechen.

  • Fitnesstracker sind von der Größe her vergleichbar mit einer Armbanduhr. Sie werden wie diese am Handgelenk getragen und protokollieren durch verschiedene Sensoren und Mikroprozessoren die Aktivität.
  • Schritte zählen, den Puls beim Joggen messen, den Schlaf analysieren: Ein Fitnesstracker soll zu einem sportlicheren und gesünderen Lifestyle motivieren.
  • Doch es gibt große Qualitätsunterschiede unter den verschiedenen Modellen - die meisten können im Test nicht überzeugen.

Das ernüchternde Ergebnis der deutschen Verbraucherorganisation Stiftung Warentest: Nur bei zwei von 25 geprüften Fitnesstrackern konnten sich die Träger auf die gemessenen Werte verlassen. Bei den anderen Uhren waren die getrackten Daten wie Pulsfrequenz, Kalorienverbrauch* oder zurückgelegte Wegstrecke teilweise extrem ungenau. "Abweichungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit, teilweise liegen sie auch über 50 Prozent", so Stiftung Warentest.

"... gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches greifen"

Fokus des Tests lag neben der Richtigkeit der Angaben zu Fitnessdaten auch auf der Handhabung und Akkulaufzeit. So wurde mit Hilfe eines hochwertigen Herzfrequenz-Brustgurt verglichen, ob die durch Fitnesstracker gemessenen Daten bei mehreren Hobbysportlern richtig waren. Diese mussten im Rahmen des Tests 400 Meter Gehen, 1,2 Kilo­meter Joggen und vier Kilo­meter Radfahren. Im Test wurde ermittelt, wie genau die Puls­messung ausfiel, wie genau die Angaben zum Kalorien­verbrauch waren und ob die Stre­ckenlänge richtig gemessen wurde.

Das enttäuschende Resümee von Stiftung Warentest: "Wer immer genaue Messwerte bekommen möchte, sollte aber gleich zu den zwei guten, aber teuren Smartwatches greifen. Sie kommen von Apple und Garmin und kosten rund 500 bzw. 330 Euro. Es gibt jedoch auch Smartwatches, die insgesamt nur ausreichend abschneiden".

Zu den empfehlenswerten Fitnesstrackern zählen mit dem Qualitätsurteil "gut":

  • Watch Series 5 Aluminium 44mm von Apple für rund 505,00 Euro
  • Forerunner 245 Music von Garmin für rund 330 Euro

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Sehr ungenau: Diese Fitnesstracker enttäuschen im Test

Bei den anderen getesteten Produkten kam es teilweise zu dramatischen Messfehlern. So zeigte das Xiaomi-Fitnessarmband "Mi Smart Band 4" beim Laufen im Mittel aller Probanden einen um 18 Prozent zu geringen Puls an. Bei einer Testjoggerin gab das Armband sogar einen falschen Puls von 104 an - obwohl dieser bei 181 lag. Auch andere Marken konnten nicht überzeugen, so schwächelte die "Vivosmart 4" von Garmin enorm in Hinblick auf den Kalorienverbrauch: Hier lag sie beim Gehen fast 75 Prozent daneben.

Folgende Fitnesstracker schnitten mit der Note 4 oder 5 schlecht ab:

  • Galaxy Fit e von Samsung, rund 39 Euro 
  • Joli XW Pro von Xlyne, rund 84 Euro
  • ZeTime von MyKronoz, rund 103 Euro

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jg

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Nicht nur Menschen mit Atemwegserkrankungen haben mitunter Probleme beim Atmen. Atemtherapeuten wollen helfen, wieder frei aufzuatmen. Foto: Robert Günther
Nicht nur Menschen mit Atemwegserkrankungen haben mitunter Probleme beim Atmen. Atemtherapeuten wollen helfen, wieder frei aufzuatmen. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Mit sanftem Druck oder Hilfen unterstützt die Therapeutin Gertrud Kutscher vom BE BreathExperience Team ihre Klientin dabei, ihrem Atem nachzuspüren. Foto: Robert Günther
Mit sanftem Druck oder Hilfen unterstützt die Therapeutin Gertrud Kutscher vom BE BreathExperience Team ihre Klientin dabei, ihrem Atem nachzuspüren. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Atemtherapie wird auch in Einzelsitzungen angeboten. In der Regel bezahlt der Klient das selbst. Auf Rezept gibt es nur Atemtherapie als Krankengymnastik. Foto: Robert Günther
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Beim Runtergehen einatmen, beim Aufstehen ausatmen. Die Mitglieder dieser Gruppe spüren die aufsteigende Kraft des Ausatmens. Foto: Robert Günther
Beim Runtergehen einatmen, beim Aufstehen ausatmen. Die Mitglieder dieser Gruppe spüren die aufsteigende Kraft des Ausatmens. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Den eigenen Atem zulassen: Unter anderem das soll die Klientin auf der Liege spüren. Foto: Robert Günther
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Am Institute for Breathexperience in Berlin können Interessierte sowohl in Gruppen als auch einzeln an ihrem Atem arbeiten. Foto: Robert Günther
Am Institute for Breathexperience in Berlin können Interessierte sowohl in Gruppen als auch einzeln an ihrem Atem arbeiten. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Wie genau fühlt sich der eigene Atem eigentlich an? Das verdeutlicht Atemtherapeutin Gertrud Kutscher vom BE BreathExperience Team ihrer Klientin. Foto: Robert Günther
Wie genau fühlt sich der eigene Atem eigentlich an? Das verdeutlicht Atemtherapeutin Gertrud Kutscher vom BE BreathExperience Team ihrer Klientin. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Jürg Roffler ist Atemtherapeut und Leiter des MIBE Institutes for Breathexperience in Berlin und Berkeley (USA). Foto: Marc Hufnagl
Jürg Roffler ist Atemtherapeut und Leiter des MIBE Institutes for Breathexperience in Berlin und Berkeley (USA). Foto: Marc Hufnagl © Marc Hufnagl

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