Gorham-Stout-Syndrom

Frau hat Schmerzen im Arm - dann löst sich ihr Knochen beim Röntgen auf

Wegen krasser Schmerzen in Arm und Schulter ging eine Frau ins Krankenhaus. Doch beim Anblick ihrer Röntgenaufnahmen, konnte der Arzt seinen Augen kaum trauen.

Ihre Knochen verschwanden einfach so – und ließen ihre behandelnden Ärzte fassungslos zurück. Eigentlich war die Frau wegen heftiger Schmerzen im linken Arm und der Schulter in das Krankenhaus "Royal Infirmary of Edinburgh" gekommen. Doch niemand wusste, was mit ihr los war.

Frau kommt in die Notaufnahme - nach 18 Monaten erhält sie die erschütternde Diagnose

Nicht einmal Röntgenaufnahmen konnten zeigen, woher die Beschwerden der 44-Jährigen stammten. Doch die Schmerzen ließen auch mit der Zeit nicht nach – und so wurde eine ganze Reihe von Röntgenbildern gemacht. Dabei staunten die Mediziner nicht schlecht: Innerhalb von nur 18 Monaten schien es, als ob sich ihr Oberarmknochen vor den Augen der Ärzte einfach in Luft auflösen würde.

Sofort veranlassten sie eine Biopsie, bei der schließlich Erstaunliches herauskam: Ihre Knochen waren durch Blut- und Lymphgefäße ersetzt worden. Da ging den Medizinern endlich ein Licht auf: Die Schottin litt am seltenen "Gorham-Stout-Syndrom", auch bekannt als "Knochenschwund-Erkrankung".

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Was ist das "Gorham-Stout-Syndrom"?

Bis dato ist nur wenig über die Ursachen der Krankheit bekannt. Allerdings wurde bei Betroffenen ein abnormales Wachstum von Blutgefäßen und Lymphgewebe beobachtet. Das wiederum kann die Knochen schädigen bzw. Brüche begünstigen. Meist sind die Rippen, Wirbelsäule, das Becken, der Schädel sowie das Schlüsselbein und der Kiefer von der Erkrankung betroffen. Typische Symptome sind:

  • Schmerzen im Brustbereich
  • Atemwegsinfektionen
  • Atemnot
  • Asthmaanfälle
  • Schwellungen
  • Brüche

Und in der Tat: Die Patientin verriet, dass sie in den Monaten vor ihrer Diagnose immer wieder Schmerzen, Schwellungen und zahlreiche Frakturen erlitten habe.

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Nur 200 Menschen weltweit betroffen: die richtige Therapie bei Gorham-Stout-Syndrom

"Auch wenn die Erkrankung als gutartig eingeschätzt wird, ist die Prognose unsicher. Es könnte möglicherweise zu fatalen Folgen kommen, zum Beispiel, wenn das Syndrom in die Rückenwirbel streut und dort einen Pleuraerguss (Anm.d.Red.: Flüssigkeitsansammlung zwischen Lungen- und Rippenfell) oder eine Tetraplegie (Anm.d.Red.: Querschnittlähmung infolge einer Verletzung der Wirbelsäule) verursacht", schreibt der behandelnde Arzt Dr. Jarrad Stevens in seinem Bericht.

Doch was kann man dagegen tun? "Eine Behandlung fokussiert sich üblicherweise auf das Inschachhalten der individuellen Symptome. Manche Patienten benötigen Knochentransplantate zur Unterstützung bei der Reparatur der eigenen Knochen. In anderen Fällen müssen Teile von betroffenem Knochen operativ entfernt werden", schließt Stevens. Weltweit soll es nur 200 Fälle von Betroffenen des Gorham-Stout-Syndroms geben.

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jp

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Rubriklistenbild: © Facebook / Numnews (Screenshot)

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