Jetzt ist Zeit für die Grippeimpfung

Rosenheim - Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim rät zur alljährlichen Grippeschutzimpfung. Diese Risikogruppen sollten sich impfen lassen:

Wer sich in den vergangenen Wochen noch nicht gegen die Virusgrippe hat impfen lassen, sollte dies in den nächsten Tagen tun, rät die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Rosenheim Dr. Irmgard Wölfl. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.


Wie jedes Jahr wurde der Impfstoff auch heuer aktualisiert. Nach wie vor zählt die Virusgrippe zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland. Mit einer Erkältungskrankheit wie dem grippalen Infekt hat sie nichts zu tun.

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist. © 
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

Der Höhepunkt der Grippesaison liegt meist in den ersten Wochen des Jahres. Da der Körper nach der Impfung noch ein bis zwei Wochen braucht, bis er ausreichend Virenschutz aufgebaut hat, rät Dr. Wölfl jetzt zum Besuch des Hausarztes.

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Die Impfempfehlung gilt vor allem für über 60-Jährige, Menschen mit Abwehrschwäche, Personen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechsel- oder neurologischen Erkrankungen. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen. Wichtig ist die Grippeimpfung auch für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Kindergärten, die täglich im engen Kontakt mit vielen Menschen stehen. Sie sollen nicht nur zum eigenen Schutz an eine Impfung denken, sondern sich auch zur Vermeidung einer möglichen Infektion der Patienten, Heimbewohner und Kinder impfen lassen. Jährlich fordert die Influenza bundesweit etwa 8.000 bis 11.000 zusätzliche Todesfälle, häufig auch durch Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen. Die Impfung ist gut verträglich, die Kosten werden von den Kassen übernommen, die Praxisgebühr entfällt.

Erkältung: Welche Mittel helfen, welche nicht

Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind lästig, aber meist harmlos. Da die Symptome aber sehr unangenehm sein können, bieten die Apotheken eine Vielzahl von Mitteln an, die Erkältungssymptome lindern und behandeln. Doch längst nicht alle sind auch geeignet, wie die Zeitschrift Stiftung Warentest für ihre Dezember-Ausgabe ermittelt hat: © dpa
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn
Stiftung Warentest: Welche Erkältungsmittel helfen und welche Mittel © fkn

Um besonders effektiv vor Atemwegskeimen geschützt zu sein, sollten sich Senioren im Rahmen der Grippe-Impfung gleichzeitig gegen Pneumokokken impfen lassen. Pneumokokken sind für eine große Zahl gefährlicher Atemwegserkrankungen im höheren Alter verantwortlich. Die Schutzimpfung erfolgt hier alle 5 Jahre. Weitere Informationen gibt es beim Staatlichen Gesundheitsamt in der Prinzregentenstraße 19 in Rosenheim.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

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