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Diese Temperatur sollte nicht unterschritten werden

Gesundheitsgefahr in zu kalten Räumen: Welche Personen besonders aufpassen sollten

Thermostat einer Heizung
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In Zeiten der Energiekrise werden alle Bürger angehalten, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Doch jetzt pauschal alle Heizungskörper in der Wohnung abzudrehen, kann sogar gesundheitsschädlich sein.

Seit dem 1. September dürfen Innenräume in öffentlichen Gebäuden und Büros nicht wärmer als 19 Grad sein. Auch privat wollen viele das Thermostat runter drehen, die Energiekosten sind schließlich hoch. Doch eine zu geringe Temperatur in Innenräumen kann gefährlich für die Gesundheit sein:

Die Rohstoffpreise sind so hoch wie nie zuvor - diesen Winter ist Energiesparen angesagt. Seit 1. September gilt deshalb eine neue Energiesparverordnung in Deutschland: Büros und andere öffentliche Innenräume dürfen maximal 19 Grad warm sein.

Mieter werden zeitgleich von der Verpflichtung entbunden, ihre Wohnungen auf eine Mindesttemperatur zu beheizen. Trotzdem ist ein pauschales Abdrehen der Heizung nicht sinnvoll: Zu kalte Räume bedeuten ein erhebliches Gesundheitsrisiko, vor allem für zwei Personengruppen - Senioren und Babys.

Erhöhtes Infektionsrisiko bei kalten Innenräumen

Babys frieren schneller und fühlen sich deshalb bei einer Raumtemperatur von etwa 24 Grad Celsius am wohlsten. Wird die Raumtemperatur weiter abgesenkt, sollten Eltern die Kleinen warm anziehen, zum Beispiel mit einem zusätzlichen Body unter der normalen Kleidung und einer Mütze.

Denn gerade die Kleinsten sind infektanfällig und können noch dazu weder zittern, noch eine Gänsehaut bilden - körperliche Reaktionen, die für mehr Wärme sorgen sollen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern aufmerksam und vorausschauend auf eine passende Raumtemperatur oder entsprechende Kleidung achten.

Auch für Senioren ist eine höhere Raumtemperatur wichtig, da ältere Menschen ebenfalls leichter krank werden. Für Senioren ist es weiter besonders wichtig, eine höhere Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu haben, da ihre Schleimhäute schneller austrocknen. Um Erkältungen zu vermeiden, sollten ältere Menschen daher auf eine angemessene Abstimmung von Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur achten.

Achtung Schimmelgefahr!

Die Betonung liegt auf „angemessen“. So wichtig eine gewisse Luftfeuchtigkeit für das gesundheitliche Wohlbefinden ist, ein Zuviel sorgt für eine andere Gefahr: Schimmelbildung. Umso kälter die Raumluft ist, umso stärker steigt die relative Luftfeuchtigkeit an, denn kalte Luft kann Feuchtigkeit weniger gut aufnehmen als warme.

Sobald sich ein Mensch in einem Raum aufhält, also dort durch die Atemluft und Schweiß, aber auch durch Duschen oder Kochen Feuchtigkeit abgibt, kann diese Luftfeuchtigkeit schnell auf 70 oder 80 Prozent steigen. An kalten Wandstellen sammelt sich dann ein Wasserfilm, der - wenn man nicht heizt und lüftet - anfängt, Schimmel zu bilden.

Achtung: nur Lüften reicht als Prävention nicht aus, darauf weisen Experten hin. Das ist der Grund, warum der gut gemeinte Ratschlag, bei geringerer Raumtemperatur einfach noch einen Pulli anzuziehen, nicht alle Gesundheitsrisiken von kalten Räumen löst.

Was ist dann das optimale Raumklima? Das Umweltbundesamt empfiehlt eine Temperatur von 20 Grad Celsius in Wohnräumen. Im Bad darf es ruhig etwas wärmer sein, in Schlafzimmern - die nur nachts genutzt werden - hingegen etwas kälter. Die Luftfeuchtigkeit sollte als Daumenregel bei 20 Grad etwa bei 50 Prozent liegen - so sind keine gesundheitlichen Gefahren zu befürchten.

fso

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