Großteil der EHEC-Patientenaus Kliniken entlassen

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Den meisten der EHEC-Patienten geht es mittlerweile wieder besser.

Hamburg/Hannover - Mehr als zwei Monate nach Ausbruch der EHEC-Epidemie in Deutschland entspannt sich die Lage. Ein Großteil der Erkrankten hat sich offenbar erholt.

So wurde die Mehrheit der Patienten in den von der Epidemie stark betroffenen Bundesländern inzwischen aus den Kliniken entlassen, wie eine dapd-Umfrage am Freitag ergab. Am Hamburger Universitätsklinikum-Eppendorf (UKE) beispielsweise ging die Zahl der HUS-Patienten von insgesamt 140 auf derzeit sieben zurück, wie Sigrid Harendza, Oberärztin der nephrologischen Abteilung am UKE, sagte. Mehr als 100 von ihnen würden aber weiter ambulant betreut.

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) befinden derzeit noch neun Menschen mit HUS sowie ein EHEC-Fall in stationärer Behandlung. Insgesamt seien mehr als 350 Menschen wegen des EHEC-Erregers behandelt worden, davon etwa 150 Patienten stationär, hieß es. Dem Klinikum zufolge belaufen sich die durch die Epidemie entstandenen Mehrkosten auf mindestens 2,8 Millionen Euro.

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Auch in Niedersachsen, wo die Epidemie nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die meisten Todesopfer forderte (13), erholten sich die schwer erkrankten Patienten innerhalb weniger Wochen. So befinden sich nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums von den 147 HUS-Patienten nur noch “Einzelne“ weiter in Krankenhäusern. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) versorgte allein 52 Patienten, von denen noch vier stationär betreut werden. Keiner der Patienten wurde nach Angaben des Nephrologen Jan T. Kielstein so dauerhaft an den Nieren geschädigt, dass er weiter auf eine Dialyse angewiesen ist.

Kielstein zufolge wurden die HUS-Patienten in der MHH im Schnitt 16 bis 18 Tage stationär behandelt, eine knappe Woche davon auf der Intensivstation. Die Verläufe seien jedoch sehr unterschiedlich gewesen. So benötigten viele der Patienten, insbesondere die mit schweren neurologischen Verläufen benötigen darüber hinaus noch stationäre Rehabilitations-Maßnahmen.

Noch besser scheint die Lage in Hessen. In den Kliniken Darmstadt und Fulda wurden alle nach eigenen Angaben alle an dem Darmbakterium erkrankten Patienten entlassen. Die größte Herausforderung sei die Behandlung einer an HUS erkrankten Schwangeren gewesen, sagte eine Sprecherin. Diese müsse auch heute noch regelmäßig zur Untersuchung. Eine Dialyse sei jedoch nicht notwendig gewesen.

Nach der Entlassung aus der Klinik ist nach den Worten von Nierenärztin Harendza das Wichtigste, “die Patienten in der Nachsorge engmaschig zu betreuen, um den Verlauf ihrer Nierenfunktion mittels Blut- und Urinwerten zu kontrollieren“, Die Dauer der ambulanten Behandlung könnte sich aber je nach Werten von einigen Monaten auf bis über ein Jahr hinziehen.

Nach RKI-Angaben bleibt auch die Zahl der Neuerkrankungen bundesweit auf niedrigem Niveau. Zwar seien von Mittwoch auf Donnerstag 41 neue Infektionsfälle gemeldet worden. Das letzte bekannte Erkrankungsdatum bei einem Patienten mit dem gefährlichen Erreger sei der 7. Juli gewesen.

Seit Anfang Mai sind den Angaben zufolge bundesweit mehr als 4.330 Menschen an EHEC erkrankt, 48 sind im Zusammenhang mit dem gefährlichen Darmkeim gestorben. Das Institut hatte ursprünglich von 51 Todesfälle berichtet und am Freitagmorgen die Angaben nach unten korrigiert.

dapd

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