Höheres Alzheimer-Risiko durch Schlafmangel

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Berlin - Wer unter Schlafmangel leidet, erkrankt laut einer Studie möglicherweise häufiger an Alzheimer. Schlafstörungen sollten deshalb unbedingt behandelt werden.

Das ergab nun eine Studie an genetisch veränderten Mäusen. An der Universität St. Louis stellten die Neurologen fest, dass das Gehirn der Tiere während des Wachzustands mehr Amyloid-Beta enthält als im Schlaf. Ablagerungen dieser Eiweißbruchstücke, sogenannte Plaques, gelten als mutmaßliche Ursache von Morbus Alzheimer. Wenn die Forscher die Tiere am Schlafen hinderten, vermehrten sich diese Ablagen noch mehr.

Deshalb vermuten die Forscher, dass Schlafstörungen die Demenzform beschleunigen können. "Schlafstörungen müssen nicht nur wegen ihrer akuten Folgen behandelt werden, sondern auch wegen möglicher Langzeitschäden im Gehirn", fasst Co-Autor David Holtzman die Erkenntnisse der Studie zusammen.

AP

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