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Freiheiten für bereits geimpfte Bürger?

Impfgipfel-Ergebnisse im Überblick: Impfreihenfolge entfällt ab Juni – Vorteile für bereits Geimpfte in Sicht

Bund und Länder haben am 26. April über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Corona-Impfungen debattiert. Freiheiten für Geimpfte treten vorerst nicht in Kraft.

Wenn es nach dem Eckpunkte-Papier der Bundesregierung geht, sollen gegen Corona geimpfte Menschen und Covid-Genesene die gleichen Rechte wie Personen mit einem negativen Corona-Test erhalten, informiert das ZDF. Das Einhalten der AHA-Regeln müsste aber für diese Personen weiterhin gelten, so die Bundesregierung. Besprochen wurden Lockerungen für bereits geimpfte Personen im Rahmen des Impfgipfels am 26. April. Im Vorfeld hatte CDU-Bundesvorsitzender Armin Laschet im Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass eine Gleichstellung von geimpften, bereits genesenen und negativ getesteten Bürgern stattfinden müsse.

Laut Robert Koch-Institut seien Geimpfte und Genesene weniger infektiös als negativ getestete Personen*, wie Laschet weiter vom Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland Deutsche Welle (DW) zitiert wird. Es sei also „rechtlich geboten“, dass sie dieselben Rechte hätten wie Getestete, so der Kanzlerkandidat der Union. Auch weitere Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft wie dem Gaststättengewerbe plädieren für Lockerungen für geimpfte, genesene und negativ getestete Bürger.

Corona-Impfgipfel: Merkel und Länderchefs einigen sich auf folgende Regelungen

Die Ergebnisse im Überblick, nach Informationen der Tagesschau:

  • Spätestens im Juni wird die Impfreihenfolge aufgehoben.
  • Dann sollen auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen werden.
  • Im Mai soll die dritte und letzte Prioritätsgruppe ein Impfangebot erhalten. 
  • Bis Ende des Sommers soll jedem Deutschen ein Impfangebot gemacht werden.
  • Perspektivisch sollen die Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene gelockert werden. Dann soll etwa beim Einkaufen oder beim Friseur kein negativer Corona-Test nötig sein. Auch die Pflichtquarantäne nach der Einreise aus dem Ausland soll dann wegfallen und die Quarantänepflicht bei Kontakt mit Infizierten. Am 28. Mai soll der Bundesrat entscheiden, welche Rechte Geimpfte künftig haben sollen.

Sonderrechte für Geimpfte? Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, betonte vor dem Impfgipfel gegenüber der Funke Mediengruppe, dass es sich dabei nicht um das Einräumen von Sonderrechten oder Privilegien handele, „sondern um die Aufhebung nicht mehr gerechtfertigter Grundrechtseingriffe“. Vor dem Hintergrund, dass es in den kommenden Monaten mehr Geimpfte, aber auch noch viele Ungeimpfte geben werde, sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel von einer schwierigen Übergangsphase bis Sommer. Das oberste Ziel sei es, allen Menschen ihre Grundrechte schnellstmöglich wiederzugeben. Doch das werde nicht schnell gehen, zitiert sie die Tagesschau.

Das für den Impfgipfel angefertigte Eckpunktepapier der Bundesregierung sah unter anderem folgende Erleichterungen für Geimpfte und Genesene vor:

  • keine Kontaktbeschränkungen mehr
  • keine Zwangstests mehr vor Reiseantritt
  • keine Quarantäne mehr nach Reiserückkehr
  • keine Testpflicht mehr in Läden und Märkten, Kultureinrichtungen, körpernahen Dienstleistungen und Sport
Eine Helferin der Malteser nimmt im Corona Impfzentrum Messe Berlin die Daten eines Impflings auf. Im Rahmen des Impfgipfels am 26. April wurden Lockerungen für bereits geimpfte Menschen beschlossen.

Impf-Priorisierung entfällt ab Juni

Auch die Impfreihenfolge war Hauptthema während des Impfgipfels. „Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden. Das sollte am besten noch im Mai erfolgen“, plädierte CSU-Chef Markus Söder noch vor dem Impfgipfel der DW zufolge. Dafür spricht die aktuell bessere Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen. Hausarztpraxen haben entsprechend die Möglichkeit, mehr Impfstoff bei den Apotheken zu bestellen. Während des Impfgipfels wurde beschlossen, dass spätestens im Juni die Impfreihenfolge aufgehoben wird.

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Corona-Impfung: So lange sollten Sie davor und danach auf Alkohol verzichten.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa/dpaweb-mm
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene.
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa/dpaweb
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren.
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © picture alliance / Science Photo
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt.
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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