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Kommt die Twindemie?

Heftige Grippewelle erwartet - Wer sich jetzt gegen Influenza impfen sollte

Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild)
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Wer krank ist, gehört ins Bett

Die verschiedenen Maßnahmen im Kampf gegen eine Ausbreitung von Covid-19 haben beigetragen, auch die vergangenen beiden Grippesaisons ungewöhnlich mild ausfallen zu lassen. Was das für die kommende Influenzawelle bedeuten könnte und für wen eine Impfung jetzt sinnvoll sein kann, klären wir hier.

Abstand halten, regelmäßiges Hände waschen, Lockdown und Kontaktbeschränkungen - was der Coronapandemie an Schutzmaßnahmen entgegengesetzt wurde, zeigte auch gegen andere Viruserkrankungen wie die Influenza seine Wirkung. Während in der besonders schweren Saison 2017/2018 in Deutschland 25.000 Menschen aufgrund der Grippe starben, fiel die Welle im Winter 2020/2021 weltweit aus.

Experten warnen nun, dass die Influenza-Viren in der kommenden Saison auf eine geschwächte Immunität in der Bevölkerung treffen könnten. Erste Anzeichen lieferte der Winter in Australien. Nach einem Wegfall der Coronamaßnahmen erreichte die Zahl der Influenza-Erkrankungen dort im Mai 2022 einen historischen Höchststand: 47860 bestätigte Fälle allein im Beobachtungszeitraum vom 23. Mais bis 5. Juni. Das sind mehr als doppelt so viele Fälle, wie im dortigen Rekordjahr 2019.

Für die Aussicht auf den Verlauf der Grippesaison auf der Nordhalbkugel, spielt die Entwicklung der Virenausbreitung auf der Südhalbkugel eine aufschlussreiche, aber nicht bindende Rolle. Die Ansteckungen sind in jeder Saison von verschiedensten Aspekten und Unbekannten abhängig, dementsprechend grundsätzlichen Schwankungen unterworfen. Einer der entscheidenden und beeinflussbaren Faktoren für den Verlauf in Deutschland wird die Impfquote sein.

Ausreichend Impfstoff ist bestellt und eine Impfung möglichst niederschwellig auch vermehrt in Apotheken möglich. Man wird sehen, wie des Impfens überdrüssig die Deutschen sind. Dem RKI nach, lag 2021 die Impfquote der über sechzigjährigen in Deutschland bei 47 Prozent und damit weit hinter der Zielvorgabe der Europäischen Union von 75 Prozent.

Wirksamkeit nicht ideal

Wie gut der Impfstoff auf aktuell zirkulierende Varianten passt, lässt sich nicht voraussagen. Die Wirksamkeit wird als „nicht ideal“ bewertet. Dennoch ist der Krankheitsverlauf bei Geimpften deutlich milder und nach Schätzung des RKI verhindert die Impfung jedes Jahr 400.000 Erkrankungen der über sechzigjährigen.

Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, sich in einem Abwasch sowohl gegen Corona als auch Influenza impfen zu lassen, in Abhängigkeit, wie gut man vergangene Impfungen vertragen hat. Die Injektion erfolgt in verschiedene Gliedmaßen. Der ideale Zeitpunkt für eine Impfung liegt zwischen Oktober und Dezember.

Für wen die Ständige Impfkommission eine Grippeschutzimpfung empfiehlt:

  • alle Personen ab 60
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, wie zum Beispiel chronische Atemwegserkrankungen, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Diabetes, Immundefiziterkrankungen
  • Bewohner von Altenheimen oder Pflegeeinrichtungen
  • Kontaktpersonen oder Haushaltsmitglieder von Risikopatienten
  • Menschen, die einem erhöhten beruflichen Risiko ausgesetzt sind, zum Beispiel medizinisches Personal

Wie die Grippesaison am Ende ausfällt und ob Coronaschutzmaßnahmen wie Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln weiter dazu beitragen, vermehrten Virenausbreitungen entgegenzuwirken, wird sich zeigen. Eine Doppelwelle aus Corona- und Grippeviren wird für den einzelnen kein Thema sein: Es ist sehr unwahrscheinlich, zeitgleich beide Erkrankungen zu erleiden. Ist eine Zelle infiziert, wird ein anderer Virus nur schwer andocken können. Eine Doppelbelastung für die Krankenstationen steht auf einem anderen Blatt.

fl

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