Kassen sparen bei Mutter-Kind-Kuren

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Im vergangen Jahr lehnte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) fast jeden dritten Kurantrag ab.

Berlin - Immer häufiger werden Anträge auf Mutter-Kind-Kuren nicht bewilligt. Im vergangen Jahr lehnte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) fast jeden dritten Kurantrag ab.

Das Angaben des Deutsche Müttergenesungswerk (MGW)wurden 1999 noch vier von fünf Mütter- und Mutter-Kind-Kuren bewilligt. 2009 lehnte die GKV bereits 31 Prozent der Anträge ab. Als häufigster Grund wurde angegeben, dass ambulante Behandlungsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien. In vielen Fällen wurden zudem die medizinische Notwendigkeit oder die psychische Belastung infrage gestellt.

MGW-Geschäftsführerin Anne Schilling warf den Krankenkassen vor, in vielen Fällen “eindeutig gesetzwidrig“ zu handeln. “Hier wird auf Kosten der Mütter gespart, die oft nicht mehr die Kraft haben lange Widerspruchswege zu gehen“, hieß es.

Dem MGW zufolge sanken die GKV-Ausgaben für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren von 1999 bis 2009 um 24 Prozent von etwa 420 Millionen auf knapp 320 Millionen. Eine Studie des Bundesfamilienministeriums hatte 2007 ergeben, dass 2,1 Millionen Mütter kurbedürftig sind.

AP

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