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Gesunder Geist

Macht Musik Menschen klüger?

Ob die Musik von Mozart wirklich schlau macht, ist umstritten. Foto: dpa-infocom

Der "Mozart-Effekt" ist weithin bekannt. Der Begriff geht aus einer Studie hervor. Die besagt grundlegend, dass klassische Musik die Intelligenz steigert. Folge: Eltern fördern so ihren Nachwuchs. Doch was ist da eigentlich dran: Macht Musik wirklich schlau?

Düsseldorf (dpa/tmn) - Schwangere sitzen andächtig in der Philharmonie, und Grundschulkinder hören - vielleicht etwas weniger andächtig - Stücke von Mozart. Das alles, weil die Eltern glauben, der Nachwuchs gehe besonders intelligent aus dieser Beschallung hervor.

So einfach ist es aber leider nicht, sagt Prof. Michael Oehler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie. "Anfang der 90er Jahre kam eine Studie aus den USA, die nahelegte, dass das Hören von Mozartkompositionen Menschen intelligenter macht." Doch die Ergebnisse dieser Studie konnten Oehler zufolge nie reproduziert werden. "Es ist ein urbaner Mythos."

Dafür wirkt es umso mehr, wenn Menschen selbst musizieren - egal welches Instrument, egal welche Musikrichtung, sagt Oehler. "Es gibt sehr eindeutige Nachweise dafür, dass Musizieren das Gehirn verändert." Es macht zwar vermutlich nicht direkt klüger, aber es schult sensomotorische Fähigkeiten, also das Zusammenspiel der Sinnesorgane mit den Bewegungsabläufen.

Außerdem sind Musiker in der Lage, gleichzeitig vorausschauend zu denken und zu überprüfen, ob sie gerade richtig oder falsch gespielt haben. Das zu trainieren, verändert auch bestimmte Areale im Gehirn.

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