Männer frühzeitig zum Krebstest

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Dresden - Bereits ab 45 Jahren sollten Männer erstmals zur Früherkennung von Prostatakrebs gehen. Das ist die neueste Empfehlung von Urologen.

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) haben Experten eine neue Leitlinie für Prostatakrebs vorgestellt. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um die häufigste Tumorart von Männern.

Mit Mitte 40 sollten diese sich deshalb zum ersten Mal testen lassen. Einen höheren Stellenwert sollen dabei, laut Experten, die beim Prostatakrebstest untersuchten PSA-Werte erhalten. PSA steht für prostataspezifisches Antigen, das im Blut von Gesunden nur in geringer Konzentration vorliegt.„Liegt der PSA-Wert unter 2 ng/ml, sollte in einem Intervall von zwei Jahren kontrolliert werden“, lautet die Empfehlung. „Mutmaßlich nicht lebensbedrohende Karzinome sollten dann aktiv überwacht werden.“ Mit der nun früheren PSA-Bestimmung kann ein Betroffener zehn Jahre gewinnen, in denen der Verlauf beobachtet werden könne. Damit lassen sich unnötige Biopsien und Therapien vermeiden.

Pro Jahr gibt es in Deutschland knapp 50000 Neuerkrankungen an Prostatakrebs und etwas über 10000 Tote. Die Vorsorgeuntersuchung nehmen nur 14 Prozent der Männer in Anspruch, die meist bereits im fortgeschrittenen Alter sind. Prostatakrebs wird deshalb häufig nicht im Frühstadium entdeckt. Dieses Problem soll die neue Empfehlung der Urologen lösen.

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