Der Magen-Darm-Erreger Norovirus

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Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren (undatierte Aufnahme).

Das Norovirus sind weltweit verbreitet. Es ist ein aggressiver Magen-Darm-Erreger und  macht sich mit heftigem Erbrechen und Durchfall bemerkbar.

Symptome

Eine Infektion durch das Norovirus löst schwallartiges Erbrechen und heftigen Durchfall aus. Es kann dabei zu erheblichen Flüssigkeitsverlust kommen, der für Säuglinge, kleine Kinder und Senioren lebensgefährlich sein kann.

Die ersten Symptome treten sechs bis 50 Stunden nach der Ansteckung auf und dauern in der Regel ein bis drei Tage. Meist klingen die Symptome nach etwa 48 Stunden ab.

Wie wird das Norovirus übertragen?

Ideale Voraussetzungen für die Übertragung findet das Virus in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen und auch Krankenhäusern und Altenheimen, vor allem im Herbst und Winter, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt. Die Viren werden über den Stuhl und das Erbrochene des Menschen ausgeschieden.

Die Ansteckungsgefahr des Norovirus ist sehr hoch. Die minimale Infektionsdosis dürfte bei etwa 10 bis 100 Viruspartikeln liegen. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral oder durch die orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die bei dem schwallartigen Erbrechen entstehen.

Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist in erster Linie die Ursache für die hohe Zahl an Norovirus-Infektionen. Infektionen können aber auch von kontaminierten Speisen (Salate, Krabben, Muscheln) oder Getränken (verunreinigtes Wasser) ausgehen. Die Inkubationszeit beträgt 6 bis 50 Stunden. Betroffene sind während der akuten Erkrankung hoch ansteckungsfähig.

Weil der Körper in der Zeit viel Flüssigkeit verliert, ist es sehr wichtig, genügend zu trinken. In der Apotheke sind zudem Elektrolytpräparate erhältlich, die dem Körper Mineralien zuführen.

dapd

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