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Sterberisiko „Gebrochene Hüfte“

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Rund ein Drittel aller über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal im Jahr schwer“, sagt Professor Christoph Josten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Berlin - Für Menschen über 65 kann ein schwerer Sturz oft dramatische Folgen haben. Ein Schenkelhalsbruch ist laut Medizinern eine ernste Gefahr für das Leben.

Die Anzahl der Schenkelhalsbrüche als Ursache für Pflegedürftigkeit, psychische Erkrankungen bis hin zum Tod nimmt dramatisch zu. Das prognostizieren Mediziner im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (vom 23. bis 26. Oktober in Berlin). Aktuell erleiden rund 160.000 Menschen jährlich eine Schenkelhalsfraktur. Die Experten gehen davon aus, dass sich diese Zahl mit zunehmender Lebenserwartung in den kommenden Jahren verdoppeln wird.

Von den Brüchen sind vor allem ältere Menschen betroffen - meist Frauen. „Rund ein Drittel aller über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal im Jahr schwer“, sagt Professor Christoph Josten, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). „Jeder dritte bis vierte Patient über 85 Jahre mit hüftgelenksnaher Fraktur stirbt innerhalb des ersten Jahres“, berichtet der Mediziner weiter. Dies entspreche dem Sterberisiko von Frauen bei Brustkrebs.

Selbst bei optimalem Behandlungsverlauf litten viele Betroffene lebenslang unter psychischen Folgen und würden pflegebedürftig. „Die Angst, erneut zu stürzen schränkt Betroffene in ihrem Aktionsradius radikal ein“, erklärt Josten. Sie bewegten sich seltener und trieben weniger Sport. Es könne zu einem Teufelskreis aus Folgeerkrankungen wie Osteoporose, Muskelabbau sowie Schwächung des Kreislaufes kommen. Ein Drittel aller Patienten benötige pflegerische Hilfe.

Enorme Kosten

Dadurch sei das Phänomen auch volkswirtschaftlich bedeutend. „Die direkten Kosten einer Schenkelhalsfraktur betragen rund 20.000 Euro“, sagt Josten. Die Behandlungsfolgen werden auf jährlich etwa 2,5 Milliarden Euro geschätzt.

dapd

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