Herzgesund ernähren

Mittelmeerdiät: Weshalb Sie sofort auf mediterrane Ernährung umsteigen sollten

Frisches Obst und Gemüse: Ein Hauptbestandteil der mediterranen Küche.
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Frisches Obst und Gemüse: Ein Hauptbestandteil der mediterranen Küche.

Die mediterrane Küche gilt als besonders gesund fürs Herz, senkt sie doch nachweislich Blutdruck und Cholesterinwerte. In diesen Lebensmitteln stecken die wertvollen Nährstoffe.

  • Kardiologen empfehlen bei leichtem Bluthochdruck* nicht sofort Medikamente, sondern zuerst eine Umstellung des Lebensstils.
  • Vor allem mit der richtigen Ernährung lassen sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und sogar Schlaganfall oder Herzinfarkt verhindern.
  • Gerade der mediterranen Küche werden positive gesundheitliche Effekte aufs Herz-Kreislauf-System zugeschrieben.

Beim Begriff "mediterrane Küche" schweifen die Gedanken ab in den letzten Italien- oder Griechenland-Urlaub, Erinnerungen an die Einkehr im urigen Fisch-Restaurant direkt am Meer werden wach. Und auch der Duft von in Olivenöl und Knoblauch gebratenen Meeresfrüchten zieht Ihnen in die Nase? Mediterrane Kost ist nicht nur das Lieblingsessen vieler, sie zählt auch zu den gesunden Ernährungsweisen. So zeigen frühere Untersuchungen aus den 60er Jahren, dass im Mittelmeerraum lebende Menschen seltener an atherosklerotischen Herz- und Gefäßerkrankungen litten als in Mittel- und Nordeuropa. Auch die Lebenserwartung war trotz unzureichender medizinischer Versorgung höher, was Wissenschaftler zu einem großen Teil der damaligen Ernährung zuschreiben. 

So senkt die traditionelle mediterrane Diät als obst-, gemüse- und vollkornbetonte Ernährung mit wenig Fleisch, Salz und Zucker nachweislich das Risiko, verschiedene Krankheiten zu entwickeln. "Auch andere Studien deuteten darauf hin, dass eine pflanzenbetonte Kost verschiedene Risikofaktoren der CKD-Progression (CKD steht für chronische Nierenerkrankung) verbessert, unter anderen Bluthochdruck, urämische Toxine, Inflammation, oxidativen Stress und die Blut-Phosphatspiegel. Insofern denken wir, dass eine gesunde Ernährung nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch die Nieren schützt", zitiert die Ärzte Zeitung Professor Jan C. Galle aus Lüdenscheid, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Sogar krebsvorbeugende Wirkung* wird der Mittelmeerdiät zugeschrieben.

Doch wie sieht die mediterrane Ernährung im Detail aus? Hier erfahren Sie, welche Lebensmittel Sie häufiger auf Ihren Speiseplan setzen sollten.

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Diese Lebensmittel sind typisch für die traditionelle Mittelmeerküche

Die traditionelle Ernährungsweise von Menschen, die rund ums Mittelmeer leben, basiert auf Getreideprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, viel frischem Obst und Olivenöl - alles pflanzliche Lebensmittel, die viele Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren enthalten. Doch auch andere für die Mittelmeerdiät typische Lebensmittel sorgen für eine ausgewogene Ernährung*.

Folgende Lebensmittel sind typisch für die mediterrane Küche:

  • Getreideprodukte wie Brot, eifreie Pasta, Reis, Bulgur, Couscous oder Polenta
  • viel frisches Gemüse
  • viel frisches Obst
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen und Linsen
  • Milchprodukte wie Käse und Joghurt (in geringen bis mäßigen Mengen)
  • Fisch (in geringen bis mäßigen Mengen)
  • (Rot)Wein* (in geringen bis mäßigen Mengen)
  • Olivenöl
  • Fleisch (in geringen bis mäßigen Mengen)
  • Eier (bis zu vier Stück pro Woche)
  • Honig
  • Nüsse und Samen

Auffällig: Fertigprodukte kommen in der traditionellen mediterranen Küchen so gut wie nicht vor, Süßigkeiten werden selten gegessen. Doch seitdem auch in den Mittelmeer-Ländern vermehrt industriell gefertigte Produkte, die meist viel Zucker, Salz und/oder Fett enthalten, gegessen werden, steigt die Anzahl der Arteriosklerose-Patienten.

Quellen: www.aerztezeitung.de; www.dlr.rlp.de; www.spektrum.de

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jg

So beugen Sie Arteriosklerose und damit einem Herzinfarkt am besten vor

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Darum hält Nordic Walking durch das Herbstlaub Ihr Herz gesund. © Armin Weigel/dpa
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Eine Angioplastie kann helfen, verschlossene Gefäße wieder zu erweitern, damit das Blut normal fließen kann. Foto: Franziska Gabbert © Andrea Warnecke
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Menschen mit Gefäßverkalkung dürfen zwei Eier in verarbeiteter Form pro Woche essen. Foto: Franziska Gabbert © Franziska Gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert
Komplett auf Eier verzichten müssen Menschen mit Arteriosklerose nicht: Drei pro Woche sind in Ordnung. Foto: Franziska gabbert © Franziska Gabbert
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn
Prof. Ernst Weigang ist Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Therapie am Evangelischen Krankenhaus Hubertus in Berlin. Foto: Martin Thomas/Paul Gerhardt Diakonie/dpa-tmn © Martin Thomas
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn
Rita Rausch ist Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Foto: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V./dpa-tmn © VZ Rheinland-Pfalz

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