19 neue Diabetes-Mittel in den nächsten vier Jahren

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Berlin - Weltweit sind 285 Millionen Menschen zuckerkrank, sieben Prozent der Weltbevölkerung sind von der Stoffwechselstörung betroffen. Vier Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Diabetes.

Nicht immer reicht es aus seine Lebens- und Essensgewohnheiten zu ändern. Viele Patienten kommen ohne eine medikamentöse Behandlung nicht aus. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Wirkstoffen, die ganz gut helfen. Aber Verbesserungspotenzial besteht durchaus.

"Forschende Pharma-Unternehmen sind dabei, ihre Behandlung in den nächsten vier Jahren durch 19 neue Medikamente zu verbessern", sagt Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen. Die Medikamente werden derzeit in großen klinischen Studien getestet. Einige der künftigen Medikamente für Typ-2-Diabetiker wirken auf neuartige Weise: Sie veranlassen, dass überschüssiger Blutzucker mit dem Harn aus dem Körper ausgeschwemmt wird. Andere Medikamente setzen an bekannten Stellen in der Blutzuckerregulation an, sollen aber noch verträglicher oder leichter einzunehmen sein als bereits verfügbare Präparate.

Für Patienten mit beginnendem Typ-1-Diabetes werden erstmals Arzneimittel getestet, die Insulin-bildende Zellen vor Angriffen des Immunsystems schützen sollen. Die Patienten sollen so länger – vielleicht sogar dauerhaft – ihre Fähigkeit zur Blutzuckerregulation behalten. Können Diabetiker ihren Blutzucker gut kontrollieren, senken sie ihr Risiko für Folgekrankheiten wie Seh-, Nerven- und Durchblutungsstörungen erheblich. Perfekt geschützt sind sie trotzdem nicht. "Deshalb erproben unsere Unternehmen auch Medikamente zum Schutz der Netzhaut", so Yzer. "Gegen Schmerzen durch diabetische Nervenschäden sind ebenfalls Präparate in Entwicklung".

diabetiker-ratgeber.de

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