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Umfrage zur Online-Partnersuche in der dritten Pandemiewelle

Was Singles in Zeiten von Corona beim Online-Dating wichtig ist: Umfrage zeigt mehr Nachlässigkeit

Nicht jeder Wirtschaftszweig leidet unter Corona: Online-Singlebörsen profitieren von der Pandemie. Eine Umfrage zeigt, wie sich das Verhalten von Singles in Corona-Zeiten verändert hat.

Die Online-Partnervermittlung LemonSwan aus Hamburg hat 1.180 Nutzer zum Kennenlernen in Zeiten von Corona befragt und die Antworten mit den Ergebnissen einer Umfrage aus dem Frühsommer 2020 verglichen. Fest steht: Singles möchten trotz dritter Pandemiewelle nicht auf persönliche Treffen verzichten (2020: 75 Prozent, 2021: 78 Prozent). Doch die Geschlechter unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, wenn es um die Einstellung zum Dating in Pandemie-Zeiten geht. 

Dating in Zeiten von Corona: Frauen sind vorsichtiger

So kommt für ganze 83 Prozent der männlichen Befragten momentan ein persönliches Treffen mit einer interessanten Frau infrage. Bei den Frauen sind es „nur“ 73 Prozent. Entsprechend sagte jeder vierte Mann, dass er sich ganz normal zu einem Kennenlernen verabredet, wie schon vor der Corona-Zeit. Bei den Frauen macht das nur jede Zehnte. Für beide Geschlechter wichtig: das vorherige Kennenlernen online, um dadurch besser einschätzen zu können, wie er oder sie zur derzeitigen Lage steht und wie ein Treffen aussehen könnte. 45 Prozent der befragten LemonSwan-Singles setzen genau darauf – für Frauen ist das noch wichtiger (49 Prozent) als für Männer (41 Prozent). Jedoch hat dieser Punkt im Jahresvergleich leicht an Relevanz verloren: 2020 war das online Kennenlernen noch für mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) ein wichtiges Kriterium für eine anschließende Verabredung.

AHA-Regeln werden vernachlässigt

Doch wie halten es Singles mit dem Infektionsschutz beim Treffen selbst? Die einfachste aller AHA-Regeln*, das Abstand halten, war im Frühsommer 2020 noch für knapp ein Drittel (29 Prozent) der Befragten das höchste Gebot. Im Frühling 2021 scheint das anders zu sein, denn lediglich 18 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Distanz – auch hier sind die Frauen (20 Prozent) vorsichtiger als Männer (16 Prozent). 

Wisch und weg? In Zeiten von Corona erleben Online-Singlebörsen einen regelrechten Boom.

Küssen verboten? Das kommt auf die Messages und Telefonate vorher an

Auch beim Thema Küssen und Berührungen bei den ersten Treffen geht der Trend langsam zu weniger Vorsicht: In der Umfrage 2020 gab mehr als jeder dritte LemonSwan-Single (39 Prozent) an, zurückhaltender als vor der Pandemie zu sein, was das Austauschen von Küssen und Berührungen betrifft. Heute sagt das nur noch jeder Vierte (24 Prozent). Nur 13 Prozent sagen ganz Nein zu Lippenbekenntnissen, wobei auch hier Frauen vorsichtiger sind. Für jede fünfte Befragte (19 Prozent) kommen Küsse und Berührungen nicht infrage. Bei den Männern sind es hingegen nur 8 Prozent. Wichtigstes Kriterium für Männer wie Frauen, um die Nähe eines Kusses oder auch Berührungen zuzulassen, ist wieder die gemeinsame Basis, die vorher beim Kennenlernen online und am Telefon geschaffen wurde. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) macht davon entsprechende erste Zärtlichkeiten abhängig. 

Potenzielle Partner/innen sollen auf einer Infektionsschutz-Wellenlänge sein 

Auch wenn der Trend leicht zu weniger Vorsicht geht, dem Kennenlernen vor einem persönlichen Treffen messen Singles in der Pandemie offensichtlich einen wichtigen Stellenwert bei – 2020 wie auch 2021. Kein Wunder also, dass sich nach wie vor viele Singles auf der Suche nach der Liebe online, einen Partner mit gleicher Einstellung hinsichtlich Corona-Schutzmaßnahmen wünschen. Für drei von vier Single-Frauen (74 Prozent) und mehr als jeden zweiten Mann (53 Prozent) in der LemonSwan-Umfrage war das wichtig. Insgesamt sind das 64 Prozent und damit leicht mehr als im Frühsommer 2020, als das 62 Prozent sagten. 

Nach einem Jahr Pandemie: Singles haben sich eingespielt in ihrer Situation

Wie ist es nun? Sind Singles heute Corona-müde oder haben sie eher gelernt, Risiken besser einschätzen zu können? Tatsächlich zeigt die aktuelle Online-Befragung von LemonSwan, dass sich die meisten Singles mit ihrer Situation arrangiert haben: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) hat sich mittlerweile gut in der aktuellen Situation eingerichtet. Gut 29 Prozent blicken sogar optimistisch in die Zukunft. Etwa ein weiteres Drittel (31 Prozent) sagt aber auch, dass die Maßnahmen, die im Zuge der Corona-Pandemie ergriffen wurden, ihnen zu schaffen machen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Bindungsangst: So sollten Sie niemals reagieren, wenn Sie mit einem Beziehungsphobiker zusammen sind.

Umarmen oder Händeschütteln: Berührungen tun gut

Schon flüchtige Berührungen schaffen Nähe und festigen die Bindung zwischen Menschen. Foto: Monique Wüstenhagen
Schon flüchtige Berührungen schaffen Nähe und festigen die Bindung zwischen Menschen. Foto: Monique Wüstenhagen © Monique Wüstenhagen
Für Kinder ist Berührung elementar. Sie könnten sich nicht normal entwickeln, wenn sie keine Nähe erfahren würden. Foto: Bodo Marks
Für Kinder ist Berührung elementar. Sie könnten sich nicht normal entwickeln, wenn sie keine Nähe erfahren würden. Foto: Bodo Marks © Bodo Marks
Ältere Menschen leiden häufig darunter, dass sie nur noch wenig berührt werden. Pflegende Angehörige sollten das berücksichtigen. Foto: Mascha Brichta
Ältere Menschen leiden häufig darunter, dass sie nur noch wenig berührt werden. Pflegende Angehörige sollten das berücksichtigen. Foto: Mascha Brichta © Mascha Brichta
Verliebte halten nicht umsonst Händchen. Die Berührung schweißt sie zusammen. Sie festigt die Beziehung. Foto: Christin Klose
Verliebte halten nicht umsonst Händchen. Die Berührung schweißt sie zusammen. Sie festigt die Beziehung. Foto: Christin Klose © Christin Klose
Berührungen durch Freunde und Familie empfinden viele als angenehm. Anders ist es bei Fremden. Da wahren die meisten Menschen eine gewisse Distanz. Foto: Bodo Marks
Berührungen durch Freunde und Familie empfinden viele als angenehm. Anders ist es bei Fremden. Da wahren die meisten Menschen eine gewisse Distanz. Foto: Bodo Marks © Bodo Marks
Julia Scharnhorst ist Diplom-Psychologin und Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Foto: Fredi Lang/BDP
Julia Scharnhorst ist Diplom-Psychologin und Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Foto: Fredi Lang/BDP © Fredi Lang
Chrstine Sowinski arbeitet beim Kuratorium Deutsche Altershilfe. Foto: KDA/dpa-tmn
Chrstine Sowinski arbeitet beim Kuratorium Deutsche Altershilfe. Foto: KDA/dpa-tmn © -
Ute Repschläger ist Vorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten. Foto: Georg J. Lopata
Ute Repschläger ist Vorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten. Foto: Georg J. Lopata © Georg J. Lopata

Rubriklistenbild: © Juan Alberto Ruiz/www.imago-images.de

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